Laien-Mimen als „Kinder des Olymp“. Eine Liebeserklärung ans Theater gibt das Ensemble des Bürgertheaters heuer das erste Mal auf der Landestheater-Bühne ab.

Von Maria Prchal. Erstellt am 16. Mai 2019 (16:13)
Alexi Pelakanos
In „Kinder des Olymps“ zeigt das Bürgertheater des Landestheaters Zuneigung und Hingabe in all ihren Facetten – aber vor allem die Liebe zum Theater

Fünf bis sechs Mal die Woche treffen einander die 50 Darsteller des Bürgertheaters vor der Premiere. Und das alles freiwillig. Groß genug ist ihre Liebe zum Theater. Und genau um diese Hingabe zur Schauspielkunst und zur Bühne dreht sich das heurige Stück „Kinder des Olymps“.

Vorlage ist ein französischer Film aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der als eine der schönsten Liebeserklärungen des Theaters gilt. Und genauso hat Leiterin Nehle Dick die Adaption für die Bühne angesetzt: „Das poetische Potenzial und die Chance mit den Mimen viele verschiedene Aspekte von Liebe zu zeigen, haben mir gleich gefallen“, berichtet sie. „Kinder des Olymp“ erzählt von Beziehungen, Hingabe, Leidenschaft in allen Facetten. „Ich bin immer dafür, die Vielstimmigkeit dieses diversen Ensembles theatral zu nutzen. Das ist unser größtes Potenzial.“

Die Gruppe des Bürgertheaters bezeichnet Dick als „elastisches Orchester“. Wer einmal kommt, kann sich schwer wieder losreißen. Eine Darstellerin hätte dieses Jahr etwa aus beruflichen Gründen pausieren wollen, aber: „Nachdem sie in der Stadt immer wieder angesprochen wurde, warum sie nicht zu den Proben kommt, hat sie sich doch überreden lassen.“

Sprung auf die Landestheater-Bühne

Heuer geht es für das Projekt des Bürgertheaters das erste Mal auf die Landestheater-Bühne. „Das diesjährige Vorhaben ist ein großes“, ist sich die Leiterin sicher. Auch, weil heuer besonders viel diskutiert wurde in der Gruppe. Zum Thema Liebe könne schließlich jeder etwas sagen. Der intime Ton mancher Szenen stelle das Ensemble noch einmal zusätzlich vor Herausforderungen. Wichtig sei es Dick und Landestheater-Intendantin Marie Rötzer, einerseits die Darsteller zu fördern, andererseits das Publikum zu überraschen.

Ob das gelungen ist, kann jeder selbst beurteilen, am Samstag, 18. Mai, ab 16 Uhr. Das Bürgertheater spielt dann noch am Dienstag, 28. Mai, 4. Juni und am Samstag, 15. Juni ab jeweils 19.30 Uhr im Landestheater am Rathausplatz.