Wunder nimmt in St. Pölten Gestalt an. „Wunschhütte“ mit Backstage-Bereich steht bereits. Nun zieht die Technik ein.

Von Mario Kern. Erstellt am 11. Dezember 2018 (04:00)
Kern
Sabine Artmayr und Wolfgang Pfleger von Ö3 schraubten an den Teilen für die Spendenbühne.

Bereits eine Woche vor dem Start der Ö3-Weihnachtswunders am 19. Dezember ist der südliche Rathausplatz ein Hingucker für Innenstadt-Bewohner und Passanten: Hier entsteht neben dem neu designten Christkindlmarkt das „Weihnachtswunderdorf“ mit der „Ö3-Wunschhütte“ als Herzstück. Die bald an drei Seiten einsehbaren Container waren die ersten sichtbaren Elemente des nahenden Weihnachtswunders, in der Vorwoche wurden auch die Podestbühne für den Spendenbriefkasten und die acht Meter hohen Türme für die elf Quadratmeter große LED-Videowand aufgebaut. Auch der umzäunte Backstage-Bereich vor der Bank Austria wurde errichtet.

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Das Sendestudio mit der „Wunschhütte“ und zusätzlichen Containern für die Sendetechnik wurde in der Vorwoche auf dem Rathausplatz aufgebaut.

Diese Woche wird die Sendetechnik installiert, die Videowand angebracht und das Studio selbst sowie der Bereich um die Container dekoriert. „Sofern das Wetter hält, möchten wir am Freitag so gut wie fertig sein“, betont Verena Jury-Enzi von Ö3. An den beiden Tagen vor Beginn der Übertragung des Weihnachtswunders aus St. Pölten wird dann die Technik getestet und der Ablauf geprobt.

Moderatoren sind nonstop auf Sendung

Am Mittwoch, 19. Dezember, ist es dann um 10 Uhr soweit: Die Ö3-Moderatoren Robert Kratky, Gabi Hiller und Andi Knoll werden 120 Stunden live aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt senden, Gäste empfangen, Spenden entgegennehmen und dafür Musikwünsche erfüllen.

Das Trio verlässt während der fünf Tage zu keinem Zeitpunkt den Rathausplatz – schlafen und duschen werden die drei Radio-Stars im an die „Wunschhütte“ angrenzenden Schlafcontainer. Eine gemeinsame Pause gibt es für Kratky und Co. nicht: Sie werden zu dritt, zu zweit oder manchmal auch alleine moderieren und sich ihre Arbeitszeit vor Ort selbst einteilen.

„Es ist echt beeindruckend, was sich die Hörer einfallen lassen, um das Ö3-Weihnachtswunder zu unterstützen.“ Moderatorin Gabi Hiller

Von die vielen Spendenaktionen der St. Pöltner Schulen, Vereine und Firmen, die Licht ins Dunkel zugute kommen, sind die Moderatoren bereits jetzt begeistert. „Es ist echt beeindruckend, was sich die Hörer einfallen lassen, um das Ö3-Weihnachtswunder und damit Familien in akuten Notlagen auf ganz persönliche Art und Weise zu unterstützen“, sagt Gabi Hiller im Vorfeld Danke. Die ersten Spendenkuverts kann man übrigens bereits am Samstag, 15. Dezember, ab Mittag in den Briefkasten werfen.

Auf viele Spender für die gute Sache hofft auch der Leiter des städtischen Veranstaltungsservice Michael Bachel. Er wünscht sich, dass zwischen dem 19. und 23. Dezember viele Gäste zum Rathausplatz kommen und am 24. Dezember um 10 Uhr live dabei sind, um „gemeinsam mit den Moderatoren ein tolles Ergebnis zu feiern“. Das sei eine einzigartige Gelegenheit, ganz Österreich zu zeigen, „welch‘ tolle Stadt wir sind“.

Im fünften Jahr der Ö3-Aktion könnte wie bisher jedes Jahr der Spendenrekord gebrochen werden. In den ersten vier Jahren konnte die Spendensumme jedesmal gesteigert werden: Von 618.000 Euro in Salzburg auf rund eine Million in Graz und von 1,9 Millionen in Innsbruck auf 2,3 Millionen Euro in Linz. Bestimmte Erwartungen haben aber weder die Verantwortlichen bei der Stadt noch bei Ö3. „Wir freuen ins im Sinne der Sache über jede kleine oder größere Spende. Denn je mehr gespendet wird, desto mehr Hilfe wird möglich“, wirbt Verena Jury-Enzi für die karitative Aktion.