Plastikflut daheim und im Meer. Die NÖN präsentiert die Teilnehmer des heurigen Umweltpreises der Stadt St. Pölten. Heuer gab es nur Sieger, da aufgrund von Corona die Projekte meist im Homeschooling fertiggestellt wurden und sich daher jeder einen Preis verdient hat.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. August 2020 (03:44)
Die Siegerehrung im St. Pöltner Rathaus krönte das Engagement der siebten Schulstufe der Öko-MS Pottenbrunn.
Josef Vorlaufer

Auch die Schüler der siebten Schulstufe der Öko-Mittelschule Pottenbrunn sind Umwelt-Champions. Unter der Leitung ihrer Fachlehrerin Viktoria Kier führten sie zunächst zuhause eine Bestandsaufnahme durch: Küche, Bad und Wohnzimmer – kaum Gegenstände ohne Kunststoff!

In Collagen verarbeiteten die Schüler ihre Gedanken zum weltweiten Plastik-Problem.
privat

Des Weiteren sammelten die Kinder Videos zur weltweiten Plastikflut und vernetzten sie auf einer interaktiven Weltkarte. In Foren unterhielten sie sich über Erfindungen zur Verringerung des Plastikproblems und wurden selbst erfinderisch.

Ausgiebige Recherche zum Thema „Kunststoff“

Darüber hinaus verlinkten sie Videos und Beiträge auf einer digitalen Pinnwand, kommentierten ihre Fundstücke gegenseitig und tauschten persönliche Erfahrungen sowie Gedanken aus. Abschließend beschäftigten sie sich mit dem Konzept des ökologischen Fußabdrucks und berechneten online, wie nachhaltig ihr eigenes Leben ist. Zusätzlich brachten einige Freiwillige ihre persönlichen Gedanken zum Thema „Plastik“ auf Papier, fertigten Collagen an und schrieben Gedichte.

Mit diesem Ergebnis habe Kier anfangs nicht gerechnet. Bei Schulschließung steckte ihre Idee noch in Kinderschuhen und sie fragte sich, wie sie online zur Beteiligung motivieren könne. Umso größer ist die Freude jetzt. „Ihr seid großartig!“, findet sie und dankt ihren Schülern für ihr Engagement.