Autismuszentrum: Neubau in Aussicht. Die erste Bilanz der Betreiber fällt positiv aus. 2017 könnten die Therapeuten an eigenem Standort Kinder betreuen.

Von Mario Kern. Erstellt am 06. Oktober 2016 (07:46)
Mario Kern
Hoffen auf eine Weiterführung des Autismuszentrums nach 2018 und einen Neubau im nächsten Jahr: Geschäftsführer Robert Holovsky und Leiterin Sonja Gobara.  

33 autistische Kinder hat das 14-köpfige Ärzte- und Therapeuten-Team des ersten Autismuszentrums in Niederösterreich im Ambulatorium Sonnenschein seit Oktober des Vorjahres betreut. Aktuell sind 26 Kinder in Behandlung, zudem noch einige in Diagnose.

„Wir sind sehr zufrieden mit unserem ersten Jahr“, betont Leiterin Sonja Gobara. Das Zentrum sei bundesweit das einzige, das in dieser Größenordnung kostenfreie Therapie anbiete. „So ein Projekt aufzustellen ist Pionierarbeit.“

Die könnte schon bald in einem eigenen Zuhause fortgesetzt werden: „Wenn sich der Vorstand dafür entscheidet, könnten wir in einem Jahr das Zentrum in der Nähe neu eröffnen.“ In der ersten Phase würden dann 150 Quadratmeter für die Betreuung autistischer Kinder genutzt.

Projekt läuft bis 2018, Regelbetrieb soll folgen

Dort könnte das gut angenommene Angebot dann in den Regelbetrieb gehen, hofft Geschäftsführer Robert Holovsky: „Bis 2018 hat das Projekt die Zusage von Land und Gebietskrankenkasse.“

Die Erfolge für die Klienten seien bereits jetzt unübersehbar, betont Gobara: „Bei vielen ist das selbstverletzende Verhalten und das stundenlange Schreien stark zurückgegangen oder hat sogar aufgehört.“ Seit März wird das Pilot-Projekt evaluiert und auch getestet, inwieweit die Maßnahmen die Lebensqualität der Eltern verändern.

Bedarf für dieses gebündelte Angebot gebe es im ganzen Land, so Gobara: „Wir bekommen Anfragen aus ganz Niederösterreich, können das aber leider nicht alles abdecken.“