Polizei-Großeinsatz wegen Schüssen. Waffen-Enthusiasten führten am frühen Abend bei Kasten Schießübungen durch. Der Lärm war nicht zu überhören.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. Juli 2021 (17:48)
Polizei Symbolbild
Weingartner-Foto

Schüsse am Donnerstagabend -  immer wieder waren sie bei Kasten zu hören. Das blieb nicht unbemerkt. Ein Ohrenzeuge verständigte die Polizei. 

Keiner wusste vorerst, wie gefährlich die Lage sei, daher rückte die Exekutive mit einem Großangebot an Streifenwägen aus dem ganzen Bezirk in den sonst so friedlichen Ort aus. Polizeidiensthunde waren auch vor Ort, Rettungskräfte ebenso, sollte jemand verletzt werden.

Die Exekutive riegelte aufgrund der Brisanz der Lage so gleich den Bereich um das Anwesen, von wo aus die Schüsse zu hören waren, ab. Das Grundstück war versperrt, vorerst öffnete niemand. Schließlich konnte doch Kontakt zu einer dort aufhältigen Person hergestellt werden. Der Mann als auch sein Begleiter zeigten sich in Anbetracht des spontanen Polizeibesuchs kooperativ. Sie machten auch keinen Hehl daraus, dass sie im Freigelände des Anwesens Schießübungen durchgeführt hätten.  

Doch jetzt war Schluss: Sie mussten alle Waffen, zirka 20 Stück verschiedener Kategorien, sowie die Munition dazu, abgeben.  Im Gegenzug erhielten sie dafür aber eine Anzeige. "Es wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen", bestätigt Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner den Einsatz auf NÖN-Anfrage. Beim Schießtraining der beiden Waffen-Enthusiasten kamen weder Mensch noch Tier zu Schaden.