24-jährige leitet die St. Pöltner Stadtkapelle

Erstellt am 20. Juni 2022 | 05:13
Lesezeit: 2 Min
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"Früher waren weibliche Kapellmeisterinnen eher rar“, sagt Stolzlederer.
Foto: Eichinger
Die Kirchstettnerin Kerstin Stolzlederer ist mit 21 Jahren Kapellmeisterin geworden. Früher war das für Frauen fast unmöglich.
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Bereits mit 21 Jahren übernahm Kapellmeisterin Kerstin Stolzlederer den eher männerdominierten Beruf. Ihre Liebe zur Musik entdeckte die mittlerweile 24-jährige Kirchstettnerin nur zufällig.

„In unserer Familie spielte keiner davor ein Musikinstrument. Ich kam aber mit acht in die Bläserklasse an der Musikschule Böheimkirchen-Kasten-Kirchstetten und begann dort, mich für das Saxofon zu interessieren“, erzählt Stolzlederer. Die Liebe zu dem Musikinstrument hält bei ihr bis dato und sie nimmt am Studium des Saxofons an der Wiener Musikuniversität teil.

Neben dem Saxofon fand sie aber ebenso das Dirigieren immer interessant. Auch daher entschied sie sich vor ein paar Jahren, den Kurs des NÖ-Blasmusikverbandes im Schloss Zeillern zu absolvieren. „Unterstützung bekam ich dabei besonders von meinem Heimatverein und Kapellmeister Stefan Mandl“, erzählt Stolzlederer.

Nach ihrem Abschluss konnte wiederum sie Mandl in seiner Position noch mehr unterstützen. Seit September bekleidet Stolzlederer die Funktion der Kapellmeisterin für die St. Pöltner Stadtkapelle selbst.

„Es gibt zwar bereits einige Kapellmeisterinnen, dem war es aber früher gar nicht so“, erklärt Stolzlederer, die auch als Musikpädagogin tätig ist. Zu ihren Lieblingswerken zählen zum Beispiel Kompositionen von Tondichter Otto M. Schwarz.

Der nächste Auftritt der Stadtkapelle St. Pölten steigt am Samstag, 25. Juni, beim Bezirksfest.

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