Greifvogel-Trainer geriet in Starkstrom. 55-Jähriger kam mit umgebauter Angelrute zu nahe an Hochspannungsleitung und erlitt schlimme Verbrennungen.

Von Thomas Werth. Erstellt am 20. Oktober 2019 (15:25)
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Der Ratzersdorfer wurde beim Training mit seinem Habicht schwerst verletzt.

Dramatisch endete der Ausflug des Ratzersdorfers Richard S. mit seinem Habicht. Der 55-Jährige wollte vergangenen Mittwoch – wie so oft – auf einem freien Feld in Pottenbrunn mit dem gefiederten Freund trainieren. Mit dabei hatte S. seine umgebaute, rund sieben Meter lange Angelrute, auf deren oberen Ende eine Tauben-Attrappe montiert ist. Damit soll der Vogel seinen Jagdinstinkt verbessern.

Aus noch unbekanntem Grund dürfte der 55-Jährigen aber zu Nahe an eine Hochspannungsleitung geraten sein – es kam zum Stromüberschlag. Der Ratzersdorfer erlitt schwerste Verbrennungen.

Ein Radfahrer dürfte zufällig den Vorfall beobachtet haben und alarmierte sofort die Rettung. S., der am Unfallort noch ansprechbar war, wurde zunächst in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht und gleich in den künstlichen Tiefschlaf versetzt. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde der Greifvogel-Trainer später in das Klinikum Graz geflogen. „Sein Zustand ist äußerst kritisch“, berichtet seine Tochter Christina.

Der Habicht wurde einen Tag später von Falkner-Kollegen des 55-Jährigen gefunden und nach Hause gebracht.