Neues Forschungszentrum für die FH St. Pölten. Josef Ressel-Zentrum für Blockchain-Technologien und Sicherheitsmanagement vorgestellt. SEC Consult, Capacity Blockchain Solutions und CPB Software sind Partnerunternehmen.

Von Corina Berger. Erstellt am 08. November 2019 (11:19)
Sebastian Schrittwieser

Bekannt ist die Blockchain-Technik vor allem als Basis von Kryptowährungen. Doch die Technik kann mehr und bietet vor allem  für die Wirtschaft viele Einsatzmöglichkeiten, etwa zum Verwalten großer Datenmengen oder zum Absichern von Datenbanken und Serversystemen. Das neue FH-Zentrum erforscht deshalb notwendige Grundlagen, mit denen Blockchains tauglich für den Einsatz in klassischen IT-Systemen von Unternehmen gemacht werden, und soll neue Anwendungsfelder für die Technik ermöglichen. Zu den Forschungsthemen gehören Sicherheitsmanagement, die Integration von Trusted Computing sowie sichere Zugriffskontrollsysteme für Blockchains. 

Gemeinsame Forschung von Unternehmen und Fachhochschule

„Damit Digitalisierung funktioniert, ist Vertrauen in abgesicherte Transaktionen essentiell. Blockchain ist für einige Bereiche ein vielversprechender Ansatz. Neue Geschäftsmodelle werden auch heute schon durch Blockchain entwickelt. Österreich ist hier in der Forschung vorne dabei, wie dieses Josef Ressel Zentrum an der FH St. Pölten einmal mehr zeigt“, betont Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

In Josef Ressel-Zentren wird anwendungsorientierte Forschung auf hohem Niveau betrieben, hervorragende Forscher kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Finanziert wird das neue Forschungszentrum  vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und den beteiligten Unternehmen. Die FH St. Pölten übernimmt die Koordination des Zentrums. 

„Mit dem neuen Zentrum stärken wir unseren Forschungsschwerpunkt zum Thema Cyber Security und IT Security deutlich. Dass wir damit bereits das zweite Ressel-Zentrum an unserer FH beheimaten, zeigt die Qualität und Innovationskraft unserer  Forscher“, sagt Hannes Raffaseder, Chief Research and Innovation Officer der FH St. Pölten. Bereits im Jahr 2015 startete ein anderes Zentrum an der FH St. Pölten, jenes für die konsolidierte Erkennung gezielter Angriffe (TARGET). Es erforscht Methoden zur Abwehr gezielter IT-Angriffe auf Unternehmen.