Erstmals mehr als eine Mio. Hektoliter abgefüllt. Die niederösterreichische Privatbrauerei Egger hat 2016 erstmals mehr als eine Million Hektoliter abgefüllt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Februar 2017 (14:54)
Symbolbild
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Am Mittwoch wurde eine neue Dosenfüllanlage am Firmensitz in St. Pölten eröffnet, mit der sich das Unternehmen für zukünftige Exportmärkte rüstet. In die Anlage wurden laut einer Aussendung sechs Mio. Euro investiert.

Von der abgefüllten Menge von "deutlich über" einer Million Hektoliter wurden im Vorjahr 930.000 Hektoliter Bier selbst gebraut, 2015 waren es 870.000, erklärte Geschäftsführer Bernhard Prosser. Von der gesamten Produktionsmenge entfällt je ein Drittel auf die eigenen Marken, Lohnfüllungen und Handelsmarken.

Der Umsatz soll im Vergleich zu den im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende April) erwirtschafteten rund 49 Mio. Euro leicht zulegen, sagte Prosser auf APA-Anfrage. Hier sei spürbar, dass "viele Lohnfüllungskunden das Rohmaterial mittlerweile selbst zur Verfügung stellen", so der Geschäftsführer.

Exportanteil gestiegen

Der Exportanteil lag 2016 bei 37 Prozent vom Gesamtausstoß, 2015 waren es 25 Prozent. "Die Dose als Verpackungseinheit ist die richtige Wahl für den Export", zeigte sich Prosser angesichts der Eröffnung der Produktionslinie in St. Pölten-Unterradlberg überzeugt. Die Produkte werden in 22 Länder ausgeführt, geplant ist ein Ausbau der Exportmärkte Südkorea und Russland.

Mit der neuen Anlage können 36.000 Dosen pro Stunde befüllt werden, bei Vollauslastung werden es 850.000 Dosen pro Tag sein. Das Investment soll sich nach Unternehmensangaben nach vier Jahren amortisieren. Befüllt werden können sieben verschiedene Größen von der 0,15-Liter bis zur 0,5-Liter-Dose, die in 140 verschiedene Verpackungsformate abgepackt werden können.

"Mittelfristig wollen wir die größte heimische Privatbrauerei werden"

Die beiden Geschäftsführer Bernhard Prosser und Kurt Ziegleder hielten in einer Aussendung fest: "Mittelfristig wollen wir die größte heimische Privatbrauerei werden", gelingen soll das der bisherigen Nummer zwei durch den Fokus auf den Export gemeinsam mit der Stärkung der Marken im Inland.

"Mit den heuer geplanten Maßnahmen reagieren wir auf das hochkompetitive Umfeld in Österreich und setzen in unserer Strategie bewusst auf neue Wachstumsmärkte", wurde Prosser zitiert. Aktuell bietet die Egger Getränkegruppe, zu der auch Radlberger gehört, laut Aussendung insgesamt 204 Arbeitsplätze, in der Brauerei waren im Vorjahr 72 Mitarbeiter beschäftigt.