Neuer Ansatz in St. Pölten: Grünes Wohnen am Pflegeheim-Areal

Erstellt am 18. Mai 2022 | 05:39
Lesezeit: 3 Min
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Eine „grüne Mitte“ und Stadtfinger nach außen sollen das neue Alpenland-Wohnquartier an Stelle des Pflegeheims in der Trautsonstraße für das ganze Grätzl zu einer Bereicherung machen.
Foto: Foto Modell:Alpenland/Herfert
Für das „Wohnquartier Trautsonstraße“ der Alpenland haben acht Architekturbüros aus Europa geplant. Gemeinsame Flächen, Supermarkt und Kinderbetreuung sollen ganzes Grätzl bereichern.
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Mit einer großen „grünen Mitte“ legt die Alpenland ihr neues Projekt an. Um das Wohnquartier Trautsonstraße auf dem Gelände des ehemaligen Pflegeheims mit rund 300 Wohnungen zukunftsweisend zu gestalten, haben gleich acht Architekturbüros aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark zusammengearbeitet.

Kinderbetreuung und viele Gemeinschaftsflächen

„Wir müssen Wohnungen errichten, die ein attraktives, aber auch nachhaltiges Leben ermöglichen – und dies vorrangig in den Städten anstatt auf der grünen Wiese“, kommentierte Alpenland-Obfrau Isabella Stickler die Entwürfe. Die neuen Bewohner sollen in ein bewohntes Viertel einziehen.

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Ritz Ritzer, Isabella Stickler, Norbert Steiner und Matthias Stadler (v. l.) mit dem Modell für das Wohnquartier Trautsonstraße.
Foto: Alpenland/Herfert

Ein Supermarkt, ein Lokal für eine Bäckerei mit Café sowie Ordinationsräume werden integriert, ergänzt Alpenland-Vorstandsmitglied Norbert Steiner. Und auch eine Kinderbetreuung soll im Quartier untergebracht werden.

Auf zahlreichen Frei- und Gemeinschaftsflächen soll es Möglichkeiten zur Begegnung geben. Auch mit den Nachbarn von außerhalb.

Stadtfinger zur Umgebung und alternative Mobilität

Das Wohnquartier soll ebenso für die Umgebung einen Mehrwert bringen, bekräftigt Ritz Ritzer von bogevischs buero in München, einem der acht beteiligten Büros. Die „grüne Mitte“ wird rund ein Drittel des zwei Hektar großen Areals ausmachen. „Bebaut werden nur die Ränder mit Stadtfingern.“ Diese sollen Richtung Stadt reichen.

Auf Unterstützung der Politik hofft Alpenland beim ambitionierten Mobilitätskonzept. Die Zahl der Pkw-Stellplätze möchte man möglich gering halten, auch um leistbar zu bleiben, und setzt dafür auf attraktive Radabstellplätze oder auch Car-Sharing.

Auf einen Beitrag zu einer „Stadt der kurzen Wege“ freut sich jedenfalls Bürgermeister Matthias Stadler. Vom Quartier sei man zu Fuß in zehn Minuten am Bahnhof und nur 500 Meter entfernt von der Natur und gleich „in einer der schönsten Kellergassen“. Verdichtung in der Stadt und kurze Wege sind für Stadler auch vom Flächenverbrauch nachhaltiger. Versiegelung draußen dafür kontraproduktiv.

Spatenstich für das ursprünglich im Rahmen der Kulturhauptstadt-Bewerbung gestartete Projekt soll 2024 sein. Die Fertigstellung ist 2027 geplant.

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