In der Linzer Straße tut sich was. Startschuss für Wohnbau soll Initialzündung sein. Wunderbaldinger-Haus wurde verkauft.

Von Daniel Lohninger und Beate Steiner. Erstellt am 09. Mai 2017 (06:00)
NOEN, Daniel Lohninger
Die Eingangszone in die Linzer Straße wird bald anders aussehen. In den nächsten Wochen wird das Erd-Haus (rechts) abgebrochen. Auch das LT1-Stadthaus soll endlich errichtet werden. Auch weiter Richtung Zentrum stehen einige Projekte vor der Umsetzung.

Es tut sich was in der Linzer Straße. Diese Ankündigung gab es in den vergangenen Jahren schon öfter. Genauso oft blieb sie nur eine Ansage. Jetzt sprechen gleich mehrere Projekte dafür, dass es diesmal anders sein wird.

Neue Wohnungen mitten in der City

Direkt am Linzer Tor weichen das Erd-Haus sowie das ehemalige Nachtlokal in der Karl-Renner-Promenade einem neuen Wohnbau . Eine St. Pöltner Gruppe um Rechtsanwalt Markus Mayer, Autohaus-Besitzer Franz Mayer, Manager Hans Langenbach und Projektentwickler Andreas Muschik investiert hier vier Millionen Euro in dreißig Eigentumswohnungen, ein Geschäftslokal und eine Tiefgarage.

NOEN, mss/Vorlaufer
Markus und Franz Mayer sowie Hans Langenbach sind Teil der St. Pöltner Investorengruppe, die am Linzer Tor neue Eigentumswohnungen schaffen (im Bild von links). Bürgermeister Matthias Stadler erwartet sich dadurch eine Initialzündung für die Linzer Straße.

Mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude wird demnächst begonnen, mit den Bauarbeiten im Herbst. „Dieses Projekt erhöht auch auf andere den Druck, ihre Projekte umzusetzen“, hofft Bürgermeister Matthias Stadler (SP) auf eine Initialzündung.

Langzeitprojekt endlich vor Umsetzung?

Der Impuls könnte beim Stadthaus LT1 bereits wirken. Seit 2010 ist das Projekt in der Pipeline, seit 2013 sollte das Gebäude bereits stehen. Ab Herbst dürfte es jetzt wirklich etwas werden – wenn auch in abgewandelter Form. „Die LT Liegenschaftsverwaltung hat zur operativen Umsetzung ihres Vorhabens Sandler Bau an Bord geholt“, bestätigt Rechtsanwalt Anton Hintermeier als Vertreter der Gesellschafter. Geschäftsführer Franz Kerndler werde das Projekt als Büro- und Geschäftshaus umsetzen, so Hintermeier.

Auch im weiteren Verlauf der Linzer Straße tut sich etwas. Der Abbruchbescheid für das Kohn-Haus, der durch unklare Grundstücksgrenzen lange Zeit nicht möglich war, steht vor der Genehmigung – entstehen soll auch hier ein Wohnhaus. Vor wenigen Tagen ging zudem der Verkauf des Wunderbaldinger-Hauses über die Bühne – wer der neue Eigentümer ist, ist noch nicht bekannt.

Beschlossene Sache ist auch die Sanierung des Wohnhauses in der Linzer Straße 10-12, das im Eigentum von Diözese und Bürgerspitalstiftung ist. Hier steht allerdings noch ein Gutachten aus – erst, wenn das vorliegt, kann mit der Sanierung begonnen werden.

Neuer Eigentümer des Karmeliter-Projektes

Neues tut sich auch am Rande der Linzer Straße. Das Karmeliterhof-Projekt mit seinen geplanten rund 100 bis 120 Wohnungen sowie der für die Innenstadt wichtigen Tiefgarage wird weiterverkauft. Dem Vernehmen nach schlägt die Immobilien-Gesellschaft einer Bank zu. Geplant ist im Vergleich zum ursprünglichen Projekt die Schaffung von mehr Wohnraum.

Mit den Grabungsarbeiten soll bald begonnen werden, weshalb die Mietverträge für die Parkplätze in der Hessstraße bereits beendet wurden. Der notwendige Gemeinderatsbeschluss ist noch ausständig.

2014 hatte die Stadt das 6.500 Quadratmeter große Areal um rund eine Million Euro an die „Karmeliterhof Projektentwicklungs GmbH“ von Peter Lengersdorff und Michael Rieder verkauft.