Festival-Feuerteufel verurteilt. Am Frequency-Festival räumten zwei junge Oberösterreicher Zelte von Besuchern aus und steckten diese anschließend in Brand. Vor Gericht setzt es nun Geldstrafen und eine Freiheitsstrafe.

Von Corina Berger. Erstellt am 09. Januar 2020 (16:46)
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Wegen des gewerbsmäßigen Diebstahls und Sachbeschädigung mussten sich zwei 21-Jährige vor dem Landesgericht St. Pölten verantworten. Während die letzten Bands in der Nacht von Samstag auf Sonntag noch für Stimmung sorgten, schlitzten sie auf dem Campinggelände rund zehn Zelte auf, durchsuchten sie und steckten sie anschließend in Brand.

Zu den Vorwürfen zeigen sich beide von Beginn an geständig. Bereitwillig geben sie ihre Taten zu, merken jedoch an, dass sie bloß auf der Suche nach Essen und Alkohol waren. Wertgegenstände seien niemals das Ziel gewesen, das habe sich im Laufe der gemeinsamen Aktion einfach so ergeben. „Wir waren betrunken. Im nüchternen Zustand hätte ich das nie gemacht“, geniert sich der unbescholtene Oberösterreicher. Und auch der bereits vorbestrafte Mitangeklagte zeigt Reue und schiebt die Tat auf den ausufernden Alkoholkonsum.

Für den zuständigen Richter kein Grund zur Nachsicht, schließlich geben die jungen Männer sogar an, gewusst zu haben, was sie tun. „Außer deppert war das nur deppert. Mehr kann man dazu nicht sagen“, ärgert er sich über die Naivität der Angeklagten. Ihr Glück sei, dass man keine Brandstiftung nachweisen könne. Denn sonst wäre das Urteil weitaus härter ausgefallen.

Der bislang unbescholtene Österreicher wurde zu einer Geldstrafe von 3.750 Euro verurteilt. Auf seinen Kollegen warten vier Monate bedingte Freiheitsstrafe sowie 8.100 Euro Geldstrafe. Zusätzlich wird seine Probezeit auf fünf Jahre verlängert. Den angerichteten Schaden haben beide bereits vor dem Verfahren ersetzt.