Öffnung mit Verzögerung. Neue Kinderbetreuung in Pyhra ab Juli. Rechnungsabschluss erfolgt einstimmig.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 03. Juni 2020 (15:03)
Ab 1. Juli begrüßen die Pädagoginnen Sara Richter (l.) und Natalie Kirchner (r.) die Kinder in der neuen Kinder-Tagesbetreuungseinrichtung. Bürgermeister Günter Schaubach und Vizebürgermeisterin Erika Zeh testeten schon einmal die Spielzeuge.
Gemeinde Pyhra

In der ersten ordentlichen Sitzung des neu gewählten Gemeinderates ging es um den Rechnungsabschluss 2019, letzte Beschlüsse für die Kinder-Tagesbetreuungseinrichtung und den Glasfaserausbau in Pyhra.

Das Coronavirus bedingte nicht nur eine Verzögerung der Gemeinderatssitzung um über einen Monat, es musste auch auf Abstand geachtet werden. Der wurde bei der Sitzung im großen Turnsaal der Volksschule von den Mandataren gewahrt. Einstimmig erfolgte der Beschluss des Rechnungsabschlusses 2019. Pyhra erwirtschaftete in ordentlichem und außerordentlichem Haushalt jeweils einen Überschuss. Einen starken Anstieg gab es hingegen bei den Schulden. 1,3 Millionen kamen im Vorjahr hinzu. „Der Schuldenzuwachs ist überwiegend dem Wasser- und Kanalhaushalt zuzurechnen“, erklärt Bürgermeister Günter Schaubach.

Im Gemeinderat berichtet wurde auch über die Fertigstellung der neuen Kinder-Tagesbetreuungseinrichtung. Die Coronakrise bedingte eine Verschiebung um zwei Monate. „Die Lieferfirmen der Einrichtungsgegenstände und für die Gestaltung des Außenbereiches konnten wegen zwischenzeitlicher Betriebsschließungen nicht liefern“, bedauert Bürgermeister Günter Schaubach. Ab 1. Juli ist dann offen. Bis zu 15 Kinder können gleichzeitig betreut werden und das 47 Stunden pro Woche. Zwei Pädagoginnen werden sich um die Kleinen kümmern. Aber auch sonst soll die neue Einrichtung alle Stückerl spielen. Ausreichend Platz in multifunktionalen Räumen und eine einladende Gartenanlage für die Kleinen.

NEOS-Enthaltung bei Glasfaser-Ausbau

Beschlossen wurde auch der Glasfaser-Ausbau für Pyhra. Die Gemeinde will damit die erste im niederösterreichischen Zentralraum sein, die über ein schnelles Glasfaserinternet verfügt. „Die Planung für den Glasfaser-Ausbau ist abgeschlossen. Jetzt gilt es in der ersten Ausbaustufe mindestens 40 Prozent der Haushalte davon zu überzeugen, dass dies der beste Weg in eine digitale Zukunft für Pyhra ist, und sich anzumelden“, so Bürgermeister Schaubach. Der weitere Ausbau soll dann Zug um Zug stattfinden.

Der Tagesordnungspunkt wurde mit Ausnahme der Stimmen der NEOS beschlossen. Die Fraktion von Gemeinderat Christian Watzl enthielt sich. „Wir sind schon für den Glasfaserausbau. Uns standen allerdings nicht alle Unterlagen zur Verfügung, um eine ausgereifte Entscheidung treffen zu können“, begründet Watzl. Außerdem bemängelte er Informationen über den Ausbauplan und die Kosten.