St. Pölten

Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:00

von Gila Wohlmann

Alkohol tat nicht gut. Blutspuren an Haus und Gartentor. Doch der Einbrecher erwies sich als angetrunkener junger Mann, der nichts mehr wusste.

Symbolbild

Blut an der Eingangstür. Blut am Gartentor und Blut an der Fassade. Schuhspuren an einem umgestoßenen Altpapiercontainer. Eine Parfumflasche und ein Ledergürtel, ebenso blutverschmiert: Alles deutete auf Einbrecher bei einem Einfamilienhaus in der Kunrathstraße hin.

Im Zuge der Erhebungen stellte sich heraus, dass die Polizei in derselben Nacht einen 24-Jährigen aufgrund von Alkohol total orientierungslos wegen Lärmerregung in der Kunrathstraße aufgegriffen hatte. An seinen Händen war Blut. Es wurde vorerst vermutet, dass dies von einem Sturz herrührte.

Die erhebenden Beamten begaben sich am nächsten Tag zum Wohnort des 24-Jährigen in der Nähe des Tatorts. Er gab an, dass er sich nur erinnern könne, mit dem Taxi von der Firmen-Weihnachtsfeier zu einem Lokal am Schießstattring gefahren zu sein. Der junge Mann erkannte jedoch den Gürtel und die Parfumflasche als seine. Wie er zum Wohnhaus gekommen war und warum er dort den Schaden verursachte hatte, konnte er sich nicht erklären. Auch nicht, wie er über den 170 Zentimeter hohen Gartenzaun gekommen war. Er wurde wegen Sachbeschädigung anzeigt. „Übermäßiger Alkoholkonsum und Gedächtnislücken schließen Strafbarkeit nicht aus“, warnt ein Beamter.