Stadt hat mehr als eine halbe Milliarde Euro Vermögen. Rund 200 Millionen Euro hat die Stadt St. Pölten im Vorjahr ausgegeben, 18 Millionen mehr eingenommen. Damit zeigt der heute präsentierte Rechnungsabschluss für 2020 ein deutliches Plus. Nach der Umstellung auf die neuen Rechenbestimmungen ist jetzt auch klar das Stadtvermögen herauszulesen: 546 Millionen Euro - oder rund 9.000 Euro pro Bürger.

Von Red. St. Pölten. Erstellt am 18. Juni 2021 (10:42)
Rechnungsabschluss St. Pölten
Ein Plus von 18 Millionen Euro und 546 Millionen Euro Stadtvermögen zeigen der Rechnungsabschluss und die Eröffnungsbilanz 2020.
Josef Vorlaufer

Ein Plus von knapp 18 Millionen Euro zeigt der Rechnungsabschluss der Stadt für das Jahr 2020. 201 Millionen an Aufwendungen stehen Erträge von mehr 218 Millionen Euro gegenüber. Das Nettoergebnis beträgt sogar 28 Millionen Euro. Die langfristigen Rückstellungen reduzierten sich von 140,9 Millionen Euro auf 122,1 Millionen Euro. "Die Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen", stellt Bürgermeister Matthias Stadler fest. Trotz extremen Abweichungen zum Jahr davor, dem Verlust von Gemeinde-Einnahmen und dem Warten auf Fördermittel können wir einen guten Rechnungsabschluss vorlegen", betont er. Über 600.000 Euro habe man nur für Trennwände, Desinfektionsmittel, Mundschutz und ähnliches ausgegeben, die Kommunalsteuereinnahmen seien um fast 1,6 Millionen Euro gesunken.

Umfangreiches Zahlenwerk unter Zeitdruck erstellt

Das Zahlenwerk durchgewirbelt hat allerdings nicht nur Corona, sondern auch die neue Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung. Die zeigt nun das Vermögen der Stadt: 546 Millionen Euro macht das in der Eröffnungsbilanz aus, das ergibt rund 9.000 Euro pro Einwohner. Knapp die Hälfte davon ist durch Eigenkapital gedeckt. 

„Neben der Umstellung auf eine neue Buchhaltungslogik musste mit viel Aufwand auf ein neues Programm umgelernt werden“, erklärt der Leiter der städtischen Finanzabteilung Thomas Wolfsberger die Herausforderung. "Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben es geschafft, Ende Mai einen Entwurf der Eröffnungsbilanz mit Über 1.000 Seiten Anlagespiegel und einen über 450 Seiten fassenden Entwurf des Rechnungsabschlusses  fertig zu stellen." Es habe auch einen Termin mit dem Leiter des Stadtrechnungshofes gegeben, bei dem viele Punkte geklärt oder eingearbeitet werden konnten. "Die Eröffnungsbilanz und der Rechnungsabschluss 2020  wurden mit bestem Wissen unter großem zeitlichen Druck erstellt“, betont Wolfsberger.

Auf der Tagesordnung der Politik steht der Rechnungsabschluss bei der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause am Montag, 28. Juni.