Ein „Hoch“ auf den Hauptstadtwein. Wein des Hollenburger Winzerhofes Hoch wird 2020 die Gaumen erfreuen. Jury wählte eine Veltliner-Cuvée.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 21. Oktober 2019 (16:13)
Koutny
Der Winzerhof Hoch stellt den Hauptstadtwein 2020. Die Familienmitglieder Christoph und Andrea Hoch, Heidelinde Steindl, Harald und Julie Hoch stießen mit Bürgermeister Matthias (3. v. l.) Stadler mit einem erfrischenden Tropfen an.

Es wurde geschnuppert, geschmatzt, geschlürft und auch getrunken: Eine 30-köpfige Jury hochkarätiger Weinkenner erkostete den Hauptstadtwein 2020, im biologisch zertifizierten Winzerhof von Andrea und Harald Hoch in Hollenburg.

Die Wahl fiel auf einen Grünen Veltliner, eine Cuvée, die die Philosophie zweier Winzer-Generationen beinhaltet: 80 Prozent klassisch österreichischer Veltliner, im Stahltank ausgebaut, gesteuert gegärt, und 20 Prozent Naturwein, spontan vergoren aus dem Eichenfass. „Für uns ist es eine sehr große Ehre und Verantwortung, den ersten biologisch zertifizierten Hauptstadtwein zu produzieren.

Es ist ein Statement von der Landeshauptstadt, eine klare Ansage“, ist Junior-Winzerchef Christoph Hoch stolz auf die Ernennung zum Hauptstadtwinzer. Die Jury war sich nach der Verkostung einig, dass man sich vom Jahrgang 2019 auf einen grandiosen Hauptstadtveltliner freuen darf. Die biologische Bewirtschaftung ermöglichte heuer eine frühe Reife mit lebendiger Säure. „Ein Wein voller Frische, Würze und Biss“, so das Urteil.

„Für uns ist es eine große Ehre und Verantwortung, den ersten biologisch zertifizierten Hauptstadtwein zu produzieren.“Christoph Hoch, Winzer

Wie der Wein heißen soll, bleibt noch ein Geheimnis und hängt damit zusammen, ob St. Pölten im November tatsächlich den Zuschlag für die Kulturhauptstadt 2024 erhält.

Erste Namenskreationen mit dem Namen der Winzer waren aber schnell gefunden. Warum die Wahl auf den Wein der Familie Hoch gefallen ist, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler so: „Der Hauptstadtwein erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Deshalb müssen wir nicht nur auf entsprechend hohe Qualität achten, sondern auch darauf, dass die erforderliche Menge verfügbar ist.“