St. Pölten

Erstellt am 20. Januar 2017, 05:04

von Mario Kern

20.000 Besucher sind top. Ausstellung „1945“ brachte Stadtmuseum so viele Gäste wie nie zuvor. 2017 startet mit Minich-Schau.

Thomas Pulle mit einem der Objekte für die Minich-Ausstellung, dem Goldenen Schikaneder, den Minich 2013 überreicht bekam.  |  NOEN, Kern

Eine der bestbesuchten Ausstellungen aller Zeiten machte 2016 zum erfolgreichsten Jahr im Stadtmuseum: Im Vorjahr fanden erstmals über 20.000 Gäste ihren Weg in die historischen Räume (2015 waren es 14.000). Den Löwenanteil stellten die 7.000 Besucher, die von Jänner bis Mai die Sonderausstellung „St. Pölten 1945“ sahen.

„2016 war aber auch bei den Führungen ein Wahnsinnsjahr“, so Stadtmuseumsleiter Thomas Pulle. Das könne nur noch schwer getoppt werden. „So etwas ist von einer Ausstellung wie ‚St. Pölten 1945‘ abhängig, die den Nerv traf und für 200 bis 250 Besucher pro Tag sorgte.“

„2016 war für das Museum wirklich ein Wahnsinnsjahr. So etwas kann nur schwer getoppt werden.“
Thomas Pulle

Auf den aktuellen Mix aus Kunst-Ausstellungen, der Aufbereitung der städtischen Geschichte und auch literarischen Events ist Thomas Pulle stolz. 2017 setzt das Museumsteam daher weiter auf Qualität und Vielfalt: Dem 150-Jahr-Jubiläum der Stadt-Feuerwehr wird ebenso wie „500 Jahre Reformation“ eine eigene Ausstellung gewidmet. Am Jahresende gibt es die Revue „Zehn Jahre neues Stadtmuseum“.

Minich-Schau erstes Museums-Highlight

Erster Höhepunkt im Jahres-Programm ist die Ausstellung „Ein Leben für die Musik“ zu Ehren von Peter Minich, der am Sonntag, 29. Jänner, 90 Jahre alt werden würde. Die Schau wird an Minichs Geburtstag um 11.30 Uhr eröffnet, mitwirken werden Witwe Guggi Löwinger sowie Wegbegleiter wie Michael Heltau und Heinz Zednik.

Mit der Ausstellung wird ein großer St. Pöltner gewürdigt, der als Schauspieler und Tenor bundesweit zu höchsten Ehren kam. „Als 24-Jähriger hatte er sein erstes fixes Engagement als Schauspieler am St. Pöltner Stadttheater“, erklärt Pulle. Danach habe er immer mehr ins Operettenfach gewechselt und wurde in St. Gallen, an der Grazer Oper und an der Volksoper engagiert. „Zeitlebens hatte er sein Refugium in Perschenegg, wo er Kraft für sein unermüdliches Tun schöpfte.“

Die hunderten Fotos, Requisiten und Dokumente kommen zum Großteil aus dem Nachlass. „Wir wären auch bereit, Guggi Löwinger die Objekte abzunehmen. Das wäre für die Stadt, die für Minich stets große Bedeutung hatte, sehr reizvoll“, so Thomas Pulle.