ASBÖ St. Georgen: Zwischen Corona und Alltag. ASBÖ St. Georgen transportiert Verdachtsfälle. Daneben hält Dienststelle laufenden Betrieb aufrecht.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 01. Mai 2020 (04:57)
Dienststellenleiter Markus Wieninger, Maximilian Meyerhofer im Schutzanzug, Christoph Maresch in der roten OP-Bekleidung, Konrad Knittel und Alexander Schleifer vor dem Betten-Intensiv-Transporter.
Teresa Lobinger

„In Zeiten der Corona-Krise haben wir vier Notärzte im Dienst, normalerweise sind es zwei“, rechnet Geschäftsführer Markus Wieninger vom ASBÖ St. Georgen vor. Das gesamte Team besteht aus 26 hauptberuflichen Mitarbeitern und 14 Fachärzten für Anästhesie- und Intensivmedizin.

Obwohl das ausreichende Vorhandensein von Schutzbekleidung ein brisantes Thema ist, ist das Team in St. Georgen in der glücklichen Lage, über die Jahre kontinuierlich vorgesorgt zu haben. Auch mit richtiger OP-Berufskleidung. Das helfe nun bei den Covid-19-Transporten. Zig Verdachtsfälle wurden bisher in die Krankenhäuser gebracht. Ein Fahrzeug wurde für diesen Zweck verschlankt und so viel wie möglich ausgeräumt, denn nach jedem Einsatz „wird es quasi zerlegt, geputzt und desinfiziert und wieder zusammengebaut“, verbildlicht Markus Wieninger.

ASBÖ St. Georgen ist auf Spezialfälle vorbereitet

Neben Rettungs- und Krankentransporten für die regionale Bevölkerung ist der ASBÖ St. Georgen auch Spezialist für die notarztbegleitende Transferierung von Patienten zwischen einzelnen Krankenhäusern. Also Überwachungspflichtige und Patienten, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen. Ein Meilenstein ist der Betten-Intensiv-Transporter, ein in Österreich einzigartiges Spezialfahrzeug, auf das das ASBÖ-Team stolz ist. Der Lkw ist eine rollende Intensivstation, die eine Zuladung von 400 Kilogramm Patientengewicht ermöglicht. Zwei Ärzte können den Patienten überwachen, elf verschiedene Beatmungsmöglichkeiten stehen bereit. „Immer öfter fordern uns auch die anderen Bundesländer an. Das zeigt, wie wichtig dieser Betten-Intensiv-Transporter ist“, unterstreicht Markus Wieninger.

Das Team wird mit Mehlspeisen von den St. Georgenern verwöhnt. Die Dienststelle bedankt sich bei der Bevölkerung für die „liebenswürdige Verpflegung“. Auch bei der Familie Eigelsreiter vom Gasthaus Ambichl und bei Jaho’s Radlertränke. „Durch täglich bis zu 25 Menüs können wir gestärkt die Einsätze fahren“, so Wieninger.