St. Pöltnerinnen heimsten Edelmetall für Eloquenz ein

Erstellt am 30. Juni 2022 | 04:23
Lesezeit: 2 Min
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Tabita Konde (2. v. l.) und Victoria Englisch (Mitte) redeten sich erfolgreich auf Stockerlplätze. Die anderen Teilnehmenden aus NÖ gratulierten.
Foto: BKA/Melicharek
Beim Bundes-Jugendredewettbewerb brillierten zwei St. Pöltner Schülerinnen.
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Erst der Landesredewettbewerb, nun der Bundesbewerb – die St. Pöltnerin Victoria Englisch setzte sich mit ihrer Spontanrede mit dem Titel „Politiker/innen – ein Auslaufmodell?“ durch. Tabita Konde holte mit ihrer „Klassischen Rede“ mit dem Titel „System Leistung“ einen zweiten Platz.

„Die Jugend hat im Politik-Bereich viel Aufholbedarf und auch in der Schule kommt die politische Bildung zu kurz.“  Victoria Englisch

„Bis vor einem Jahr habe ich noch nie etwas mit Reden zu tun gehabt“, sagt die Siegerin des Bundes-Jugendredewettbewerbs.

Durch den Sieg beim Fremdsprachenwettbewerb in Englisch wurde sich die Schülerin des Gymnasiums ihrer rhetorischen Fähigkeiten bewusst und wollte im letzten Schuljahr noch die Möglichkeit nutzen. Schon im Vorfeld entschied sich Englisch für den Themenkomplex „Politik und Demokratie“.

Politik ist für die St. Pöltnerin ein sehr präsentes Thema. Aber: „Die Jugend hat in diesem Bereich viel Aufholbedarf und auch in der Schule kommt die politische Bildung zu kurz“, sagt die 17-Jährige, die motivieren möchte, sich zu engagieren.

Denn: „Wenn es in Österreich so weitergeht, sind Berufspolitiker ein Auslaufmodell“, so Fazit ihrer Spontanrede. In einer Demokratie müsse sich das Volk vertreten fühlen. „Man darf nicht zuschauen, wenn sich das Demokratieverständnis verabschiedet, sondern muss handeln.“

Tabita Konde: sowohl mündlich wie schriftlich aktiv

Die 16-jährige BORG-Schülerin Tabita Konde sicherte sich einen zweiten Platz bei der „Klassischen Rede“ mit dem Thema „System Leistung“. Dabei regte sie umfassende Reformen im Bildungsbereich an.

Ihre gesellschaftspolitischen Anliegen vertritt sie auch schriftlich: Ihre Kurzgeschichte „Das Gefühl“ wurde heuer beim Literaturwettbewerb „Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt“ mit dem Jugend-Sonderpreis ausgezeichnet. Zum Redebewerb sagt sie: „Es war eine einmalige und inspirierende Erfahrung, mit so vielen Gleichaltrigen, die voller Ideen, zielstrebig und wortgewandt sind, im Wettbewerb zu stehen.“

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