St. Pölten: Stickstoffdioxid-Reduktion während Lockdown. Der Corona-bedingte Lockdown im diesjährigen Frühjahr hat die Luft in St. Pölten sauberer gemacht. Wie LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) am Dienstag mitteilte, sank der Stickstoffdioxid-Mittelwert in den Kalenderwochen zehn bis 17, also von 2. März bis 26. April, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 29. Dezember 2020 (10:57)
Gab die Zahlen bekannt: Stephan Pernkopf 
NLK Filzwieser

In Sachen Feinstaub brachten die Ausgangsbeschränkungen keine Reduktion, dennoch wurde die diesbezügliche Belastung in Niederösterreich seit 2005 beinahe halbiert.

Der Stickstoffdioxid-Mittelwert in der Landeshauptstadt hatte 2019 in den Kalenderwochen zehn bis 17 exakt 27 Mikrogramm pro Kubikmeter betragen. Heuer sank er in dieser Phase auf 21 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Verzeichnet wurde in St. Pölten während des ersten Lockdowns auch ein Rückgang bei den Stickoxiden von 47 auf 34 Mikrogramm pro Kubikmeter, was einem Minus von 28 Prozent entsprach. Dass beim Feinstaub keine Reduktion im Vergleichszeitraum beobachtet wurde, sei u.a. "auf die meteorologischen Verhältnisse und einen Feinstaubimport von Wüstensand" zurückzuführen, hieß es in einer Aussendung.

Generell setzte sich hinsichtlich der Feinstaubbelastung in Niederösterreich 2020 aber der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Bei PM10 (Partikel mit einem Durchmesser von unter zehn Mikrometern) sank der Mittelwert verglichen mit 2019 von 17 auf 16 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Grenzwert liegt hier bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Beim Stickstoffdioxid (NO2) wurde bei einem Grenzwert von 35 Mikrogramm pro Kubikmeter ein Rückgang von 14 auf zwölf Mikrogramm pro Kubikmeter verbucht. PM10-Feinstaub wurde seit 2005 im Bundesland um 44,8 Prozent verringert, NO2 um 36,8 Prozent.