Vize-Bürgermeister Wltschek hört auf. SP will sich verjüngen, aus diesem Grund legt Vizebürgermeister Willibald Wltschek sein Amt zurück. Sein Nachfolger wird in der Sitzung am 9. Mai gewählt.

Von Inge Moser. Erstellt am 09. Mai 2019 (03:15)
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Vizebürgermeister Willibald Wltschek verabschiedet sich aus der Kommunalpolitik.

Überraschung in der SP: Nach 20 Jahren in der Kommunalpolitik und fünf Jahre als SP-Vizebürgermeister legt Willibald Wltschek sein Amt zurück. „Ich ziehe mich gänzlich aus dem kommunalpolitischen Geschehen zurück, bleibe aber weiterhin Stadtpartei-Obmann“, sagt Willibald Wltschek.

Grund für diesen Schritt sei eine geplante Verjüngung der Partei. „Im Vorfeld stand eine Diskussion im Raum, es sollen sich auch die Jungen an vorderster Front mit ihren Anliegen vertreten fühlen“, erklärt SP-Bürgermeister Rudolf Ameisbichler.

Und Wltschek ergänzt: „Für Veränderungen, die die Zukunft betreffen, ist ein Höchstmaß an Weitsicht aber auch im gleichen Maße die persönliche Einsicht erforderlich.“

Überwiegend seien für Wltschek die Jahre in der Kommunalpolitik interessant gewesen. „Teils spannend, teils amüsant, grundsätzlich aber geprägt von guter, innerparteilicher Kommunikation, die ich als das höchste Gut für die Gemeindearbeit ansehe.“ Mit den politischen Mitbewerbern versuchte er immer einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe. „Das ist mir in den meisten Fällen auch gelungen“, meint Wltschek. Während sich der Vizebürgermeister von seinen politischen Ämtern verabschiedet, wird er die Arbeit im „Haus des Wissens“ weiterführen.

Zum Abschied wünschte er seinem Nachfolger noch alles Gute. Wer dem Vizebürgermeister nachfolgt, dazu hielt sich die SP vorab noch bedeckt. In der Sitzung am Donnerstag, 9. Mai, wird das Geheimnis aber gelüftet. Es dürfte sich um einen jungen Nachfolger handeln, der erst seit einigen Jahren im Gemeinderat ist.

Auch bei der VP gibt es einen Wechsel

Neben der Personalrochade bei den Wilhelmsburger Sozialdemokraten steht auch bei der Volkspartei ein Wechsel an. Gemeinderat Alfred Zauner wird ebenfalls sein Mandat zurücklegen, auch hier hält man sich zum Nachfolger noch bedeckt.