S 34-Entscheidung: Asfinag kann bauen. Das Bundesverwaltungsgericht hat Beschwerde der Schnellstraßen-Gegner nach dem UVP-Verfahren abgewiesen. Die Asfinag will nun mit den Vorbereitungen für den Bau ab 2023 beginnen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 10. April 2021 (15:16)
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Das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der Traisental-Schnellstraße S 34 ist abgeschlossen. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) hat die Beschwerde gegen den positiven Bescheid abgewiesen, weitere Rechtsmittel, etwa beim Verfassungsgerichtshof, hätten keine aufschiebende Wirkung mehr.

„Der Entscheid ist ein für uns wesentlicher Schritt für die Umsetzung der S 34“, betont Asfinag-Projektleiter Leopold Lechner. Noch ausständig ist die BVwG-Entscheidung im teilkonzentrierten Verfahren zu den Schnellstraßen-Zubringern und der Spange Wörth.

Asfinag bereitet Bau vor

Die Asfinag will nun mit den Vorbereitungen zum Bau der umstrittenen Schnellstraße beginnen. Die Entscheidung des BVwG stimmt Lechner auch zuversichtlich, was die ausständigen Verfahren betrifft. „Wir werden mit der Umsetzung der umweltschonenden Maßnahmen sowie mit der Vorbereitung der Grundablösen beginnen“, so Lechner.

Die geplante Traisental-Schnellstraße hat eine Gesamtlänge von neun Kilometern und verläuft von Hafing über die zu errichtende Spange Wörth bis zur Gemeindegrenze von Wilhelmsburg. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 205 Millionen Euro. Geplanter Baubeginn ist nun 2023.

Die Befürworter erhoffen sich vom Bau weniger Verkehr und mehr Lebensqualität entlang der B 20 Mariazeller Straße und kürzere Wege durch die bessere Anbindung an die A 1 Westautobahn. Die S 34-Gegner fürchten den Verlust von kostbarer Kulturlandschaft und die Zunahme von Verkehrslärm und Schadstoffen durch die Schnellstraße.