Glanzstoff-Altlasten werden beseitigt. Voraussichtlich 2020 werden zehn Meter tiefe Wände in Erde geschlagen, dann wird 12.700 Quadratmeter-Fläche drainagiert.

Von Mario Kern. Erstellt am 27. Juni 2018 (12:57)
Westlich der Spinnerei soll ab 2020 eine 12.700 Quadratmeter große Altlasten-Fläche saniert werden. Danach werden hier im Zuge des Glanzstoff-Großprojekts Wohnblöcke errichtet.
NOEN, GA-Immobilien

Die 12.700 Quadratmeter große Altlasten-Fläche auf dem Glanzstoff-Areal wird voraussichtlich ab 2020 saniert. 1,4 Millionen Euro werden die Maßnahmen westlich der ehemaligen Spinnerei die GA-Immobilien kosten. 1,1 Millionen Euro erhält die Verwertungsgesellschaft dafür aus dem Österreichischen Altlastensanierungsfonds.

Zehn Meter tiefe Spundwände sollen in das Erdreich getrieben werden, um den Grundwasserstrom abzutrennen. Danach wird das Gebiet drainagiert, in dem das Grundwasser durch den jahrzehntelangen Fabrik-Betrieb mit Zink verunreinigt worden war.

Zeitnahe Umsetzung ist wichtig

GA-Immobilien-Geschäftsführer Gerhard Rüsch möchte nach der Förderzusage das Sanierungsprojekt präzisieren und im Herbst einreichen. „Mit den Arbeiten möchten wir bereits 2020 beginnen. Wir hoffen deswegen auf einen baldigen Bescheid.“ Rüsch ist eine zeitnahe Umsetzung wichtig. Denn erst nach den Sanierungsarbeiten kann er die geplanten Wohnblöcke im Westen des Glanzstoff-Areals errichten lassen.

Derzeit lässt Gerhard Rüsch die denkmalgeschützten Werkshallen im Osten des Glanzstoff-Areals von Experten untersuchen: Das Kesselhaus, das Turbinengebäude und die Reste der ehemaligen Spinnerei sollen bereits ab 2019 in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt revitalisiert werden.