„Titanic“-Kolumnist Ziegelwagner schrieb Sagenbuch für St. Pölten

Erstellt am 09. März 2022 | 04:33
Lesezeit: 2 Min
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Michael Ziegelwagner möchte St. Pölten mythisch aufladen.
Foto: privat
Nach Städten wie Wien oder Rom bekommt auch St. Pölten ein eigenes Legendenbuch. „St. Pöltner Sagen“ erscheint am 11. März.
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„Warum ist das Rathaus rosa?“ oder „Welcher Fluch lastet auf der niederösterreichischen Landeshauptstadt?“. Das sind Fragen, denen sich der gebürtige St. Pöltner Michael Ziegelwagner in seinem Buch „St. Pöltner Sagen“ widmet.

Der Kolumnist ist seit 2008 für das deutsche Satiremagazin „Titanic“ tätig. Über seinen Arbeitgeber erfuhr er zum ersten Mal am BRG/BORG St. Pölten: „Damals sah ich in der Klasse, dass ein Mitschüler das Magazin las, und ich wollte aus Neugier wissen, was so drinnen stand. Dass ‚Titanic‘ mal mein Berufsleben beeinflussen würde, ahnte ich damals nicht“, sagt der Buchautor.

Satirezeitschrift „Titanic“ prägt auch „St. Pöltner Sagen“

Das Satiremagazin prägte ihn auch beim Verfassen des Buches. „Es ist schon eine Titanic-Tradition, dass man eine Literaturform nimmt, wie etwa Sage, und daraus eine Satire macht“, fügt der 39-Jährige hinzu.

Zu seinem Sagenmaterial kam er durch Spaziergänge durch St. Pölten: „Ich ging durch die Stadt und tat, als ob St. Pölten eine Stadt voller Legenden wie Wien wäre, und dachte mir zu den Gebäuden Sagen aus“, so Ziegelwagner. Zudem sammelte er alle möglichen Volkssagen, die er an die Landeshauptstadt anpasste.

Das Buch wurde von Cansu Yakin illustriert, die sich zwar auf Kinderbücher spezialisiert hat, „aber das passt ganz gut mit dem naiven satirischen Zugang zusammen“, meint der St. Pöltner Autor, dessen Buch ab Freitag, 11. März, erhältlich ist.

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