Lokal-Neueröffnung am Rathausplatz steht bevor. Otto Raimitz öffnet am 27. November die Pforten zu seinem Restaurant am Rathausplatz. Der Feinschliff läuft auf Hochtouren, die ersten Bereiche sind fast fertig.

Von Mario Kern. Erstellt am 31. Oktober 2017 (05:16)
NOEN, Mario Kern
Daumen hoch für das Schau.Spiel: Gastronom Otto Raimitz zeigte Moritz Konul, seinem künftigen ersten Gast, den Fortschritt der Arbeiten am Rathausplatz.

Bereits vier Wochen vor der Eröffnung seines Schau.Spiel am Montag, 27. November, weiß Otto Raimitz, wer als erster Gast über die Türschwelle tritt: Der neunjährige St. Pöltner Moritz Konul hat Raimitz‘ gut gehütete Handynummer herausgefunden und sich als Fan des Wellen.Spiel- und Genuss.Spiel-Chefs aus Krems vorgestellt. „Er will unbedingt mein erster Gast sein“, ist Raimitz schlichtweg begeistert. „Diesen Wunsch erfülle ich ihm natürlich sehr gerne.“

Aber auch sonst ist das Interesse am neuen Gastro-Betrieb am Rathausplatz sehr groß: Täglich versuchen Passanten, einen Blick ins Innere zu erhaschen, und erkundigen sich nach dem Eröffnungstermin. „Die St. Pöltner können‘s gar nicht erwarten“, zeigt sich Raimitz stolz. Der erfolgreiche Gastronom hat schon jetzt fast 300 Gutscheine verkauft und etliche Reservierungen für Feiern entgegengenommen.

„Ob ein schnelles Mineral oder ein Tomahawk-Steak mit edlem Weißwein – das hat alles denselben Stellenwert für mich.“ Otto Raimitz

Am Feinschliff wird im Erdgeschoß des renovierten Gebäudes am Rathausplatz auf Hochdruck gearbeitet: Die sanitären Anlagen im zentral gelegenen Bereich sind so gut wie fertig, auch die angrenzende Tribüne nimmt Form an. Die Wände sind bereits ausgeweißt. Auf der Westseite sind die riesigen, 300 Kilogramm schweren Glasfenster eingesetzt, die ab Ende November einen entspannenden Blick auf den Platz bieten sollen.

Die letzten Leitungen vor dem Einbau der Küche werden noch eingebaut, bald wird im gesamten Lokal der Boden verlegt. „Wir arbeiten uns derzeit vom südlichen Bereich in den Norden vor, hin zur Küche. Mit den Arbeiten liegen wir vier Tage vor dem Zeitplan“, erläutert Raimitz beim Rundgang durch das Innere seines Schau.Spiel.

Im Hof sind die letzten archäologischen Arbeiten abgeschlossen. Lager und Kühlraum werden im Erdgeschoß des benachbarten Gebäudes vorbereitet. In den ersten Stock kommen dort noch Büroräume.

Rathausturm auf dem Kaffee-„Rolls-Royce“

Für die Gestaltung des Innenraums seines Schaus.Spiel mit 120 Sitzplätzen greift Otto Raimitz Elemente aus der Umgebung auf: Die Fliesen auf den Toiletten sind den schräg verlegten Steinen am Rathausplatz nachempfunden, die Rathaus-Turmuhr wird es hinter der Bar zu sehen geben.

Und auf Raimitz‘ „Rolls-Royce der Kaffeemaschinen“, einer La Marzocco, finden sich Rathaus, Franziskanerkirche und Dreifaltigkeitssäule als Airbrush-Motive wieder. Im südöstlichen Bereich des Schau.Spiel wird eine vier Meter lange Kupferwand mit LED-Flammen für beschauliche Stimmung sorgen, das moderne Design soll für Entspannung sorgen. „Ich will, dass sich meine Gäste bei mir wohlfühlen können“, so Raimitz.

Das will der Gastronom auch durch verschiedene Lichtstimmungen erreichen. „Sie begleiten die fünf Säulen meines gastronomischen Konzeptes.“ Das sieht außer an Sonn- und Feiertagen täglich besondere Frühstücksvariationen, Mittagskombinationen inklusive Express-Variante sowie den klassischen Nachmittagsgenuss mit Kaffee in drei verschiedenen Qualitätsröstungen und Konditor-Kreationen vor. Später lädt Raimitz zum „Aperitivo“, abends möchte das Schau.Spiel mit Genuss à la carte glänzen – etwa Steaks aus dem New Yorker Beefer, serviert auf geölten Holzbrettern.

„Ich freue mich über jeden, der gerne in mein Lokal kommt"

Raimitz betont, er spiele auf einem gastronomischen Klavier, das für jeden gebaut ist: für die 95-jährige Oma, die Partylöwen und die Genießer, die Qualitätsbewussten und natürlich auch für die Neunjährigen. „Ich freue mich über jeden, der gerne in mein Lokal kommt – ob auf ein Mineral oder ein Tomahawk-Steak“, sieht sich Raimitz als Dienstleister für seine Gäste.

Trotz seiner langjährigen Erfahrung als Gastronom ist Raimitz aufgeregt. „Das war noch bei keinem meiner Betriebe so. Vielleicht, weil wir so tief ins Detail gehen und es allen recht machen wollen.“