Nach NÖN-Bericht: Anrainer fordern Lärmschutz

Anrainer beklagen massiven Anstieg der Belastung durch Schießplatz bei Völtendorf und hoffen auf bauliche Maßnahmen. Stadt bestätigt Gespräche mit Bundesheer.

Thomas Werth
Thomas Werth Erstellt am 06. August 2019 | 04:18
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Der NÖN-Artikel zum Schießplatz des Bundesheeres bei Völtendorf aus der Vorwoche brachte viele Reaktionen.
Foto: Straubinger

„Wir reden hier nicht von einer Lärmbelästigung, sondern von einer Belastung.“ Ursula Leonhartsberger-Schrott aus Hart spricht damit wohl vielen Anrainern des Bundesheer-Schießplatzes bei Völtendorf aus der Seele. Das zeigen die vielen Reaktionen auf den NÖN-Bericht der Vorwoche.

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NOEN

Seit 2017 habe der Lärm, der vom Schießplatz ausgeht, stark zugenommen. „Seitdem wird der Platz nahezu täglich genutzt, manchmal auch nach 22 Uhr“, so Leonhartsberger-Schrott. Aktivitäten im eigenen Garten seien in dieser Zeit undenkbar, wie auch ein Video von ihr zeige.

Genutzt wird der Schießplatz vom Bundesheer selbst, vom ansässigen Heeressportverein (HSV) und von der Polizei. Letztere schult dort derzeit über 2.000 Polizisten den Umgang mit dem neuen Sturmgewehr. „Nach dem heurigen Jahr sollte es wieder ruhiger werden“, versucht man seitens der Exekutive zu beruhigen.

Sie darf unter der Woche von 8 bis 11.30 Uhr und von 13 bis 17 Uhr schießen. Die 2017 eröffnete Polizeischule habe nur wenig mit dem Anstieg des Schusslärms zu tun. „Wir haben heuer erst vier Mal geschossen“, betont Leiter Günter Gassner. Der HSV schießt am Freigelände bis 20 Uhr, das Bundesheer darf auch später.

Leonhartsberger-Schrott betont wie viele ihrer Anrainer-Kollegen, dass sie weder gegen den Schießplatz sei, noch das Training der Polizei oder des Bundesheeres stören will. „Wir möchten aber einen effektiven Lärmschutz, der hunderten Bewohnern helfen würde.“

Der NÖN bestätigt Corina Muzatko vom städtischen Medienservice, dass es bereits Gespräche über die Errichtung eines Lärmschutzes zwischen Stadt und Militärkommando gegeben hat. Kommentieren wollten beide diese auf NÖN-Anfrage aber nicht.