Hilfe in Krisen: Pyhringer Funker federführend bei St. Pöltner Projekt

Rudi Fuchs und 700 weitere Hobby-Nachrichtentechniker halten im Notfall die Verbindungen aufrecht. St. Pölten ist Pilotprojekt.

Erstellt am 20. November 2021 | 04:32
VS Selbsthilfebasen - Hilfe in Krisen: Pyhringer Funker federführend bei St. Pöltner Projekt
Funker wie Rudi Fuchs aus Pyhra leisten im Notfall ehrenamtlich einen enorm wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Kommunikation. Foto: Kalteis
Foto: Kalteis

Blackout, Naturkatastrophen oder Terror – in Krisenfällen hängt alles von einer schnellen Kommunikation ab. Da das Telefonnetz in solchen Situationen oftmals zusammenbricht, sind wir auf Amateur-Funker wie Rudi Fuchs aus Pyhra angewiesen.

Der 65-jährige pensionierte Techniker ist einer von 700 Funkern in Niederösterreich, die in ihrer Freizeit weltweite Funkverbindungen herstellen und in Notfällen die Einsatzkräfte unterstützen. Dazu gehört das Herstellen von technisch aufwendigen Verbindungen sowie das Bauen von Funkbrücken, um zum Beispiel Anweisungen der Bezirkshauptmannschaften weiterzuleiten.

„Obwohl derzeit jeder davon spricht, sind wir kaum vorbereitet.“

Erst im August stellte Tüftler Rudi Fuchs aus seinem „Shack“ im Keller eine Verbindung zum Brand nach Mazedonien her, um die Unterstützung der NÖ Feuerwehren zu koordinieren.

Derzeit tourt der Notfunk-Referent ehrenamtlich durchs Land, hält Vorträge und bastelt akkubetriebene Funk-Koffer.

„Obwohl derzeit jeder davon spricht, sind wir kaum vorbereitet“, mahnt Fuchs und rät, nicht nur Vorräte, sondern auch ein Funkgerät anzuschaffen, da auch Radios ausfallen könnten.

In St. Pölten läuft derzeit ein Pilotprojekt, das Selbsthilfebasen in Volksschulen engmaschiger vernetzen soll. Dafür haben die Funker seit Kurzem eine eigene Wohnung, die jederzeit zur lokalen Einsatzzentrale werden kann.

„Außerhalb der Stadt ist die Verbindung leider noch sehr spärlich“, so Rudi Fuchs.