Entwurf für den BASOP-Umbau in St. Pölten steht. Der Architekturwettbewerb ist beendet. Für Sanierung und Erweiterung sind rund 17 Millionen Euro veranschlagt.

Von Caroline Böhm. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:23)
Direktor Friedrich Gonaus stellt die Pläne im Schulflur aus.
Böhm

Undichte Fenster, Wanderklassen oder Unterricht im Container – seit Jahren kämpft die Bildungsanstalt für Sozial- und Elementarpädagogik (BASOP/BAfEP) mit Platzmangel und Sanierungsbedarf. Der Architekturwettbewerb ist endlich abgeschlossen. Jetzt steht fest, dass die Schule nicht nur frischen Glanz, sondern auch drei neue Gebäudeteile erhält.

Wie die NÖN bereits berichtete, wird der Praxiskindergarten abgerissen. Stattdessen plant das Wiener Architekturbüro Silbermayr Welzl ein zweigeschoßiges Gebäude. Im Erdgeschoß wird der Kindergarten untergebracht. Im oberen Geschoß sind – neben dem Hort – Zusatzräume wie ein Kreativraum, ein Natur- und Technikraum sowie eine Bibliothek vorgesehen. Außerdem bekommt die Schule erstmals einen Mehrzweckraum mit rund 170 Quadratmetern für Zeugnisverleihungen oder Konferenzen.

Daneben erweitert ein dreigeschoßiges Gebäude die Schule. Im dritten Neubau wird es für Hort- und Kindergartenkinder ein „Kinder-Restaurant“ geben. Auf den Flachdächern entstehen Terrassen als Pausen- und Lernorte. Außerdem wird das Hauptgebäude generalsaniert. Laut Direktor Friedrich Gonaus bewegen sich die Kosten derzeit zwischen 16 und 17 Millionen Euro.

Baubeginn frühestens in zwei Jahren

Allerdings wird es noch mindestens zwei Jahre bis zum ersten Spatenstich dauern. „Es bleibt spannend“, sagt Gonaus und lacht. „Es gibt viele Vorüberlegungen und Vorarbeiten zu tätigen, bevor es so richtig losgehen kann.“ Unter anderem ist unklar, wo die Kindergarten- und Hortgruppen untergebracht werden und ob die gesamte Schule delogiert wird. „Ob gleichzeitig Unterricht stattfinden kann, während ein paar Meter seitlich Bautätigkeiten passieren – das kann ich nicht beurteilen“, erklärt Gonaus. In den nächsten Tagen sind eine Ortsbegehung sowie Besprechungen wegen Ersatzquartieren geplant.

Bis zum Baubeginn können Mängel nur repariert werden. „Ich hoffe, so lange hält die Heizung noch durch.“