Schwer verletzte Fundkatze in mehrstündiger Operation gerettet

Erstellt am 13. Mai 2022 | 10:37
Lesezeit: 2 Min
Ein doppeltes Happy End für den zehn Monate alten Kater Jiji: Er konnte trotz Lungenquetschung und Beckenfraktur gerettet werden. Frauchen Sarah Molnar kann ihn auch schon wieder in den Armen halten.
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"Keine Sekunde zu früh", wie Tierheimleiter Davor Stojanovic sagt, haben zwei Polizistinnen in der Nacht von Sonntag auf Montag einen schwer verletzten Kater entdeckt. Sie alarmierten sofort den Notdienst des Tierheims.

Stojanovic schildert den katastrophalen Zustand des zehn Monate alten Tieres zum Fundzeitpunkt: „Die Lunge war zerquetscht, das Becken gebrochen und der Schwanz abgerissen.“ Da die Körpertemperatur nur mehr bei 33 Grad lag, wurden gemeinsam mit der Tierarztpraxis Pottenbrunn umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen gesetzt.

Mehrstündiger Eingriff in Tierklinik

Am nächsten Tag versorgte Tierärztin Marlis Wiebogen-Wessely Kater Jiji in einem komplexen orthopädisch-chirurgischen Eingriff in der Tierklinik St. Pölten. Die international anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der Kleintierchirurgie (Diplomate ECVS) ist Leiterin der chirurgischen Abteilung der Tierklinik und berichtet: „Besonders in der wärmeren Jahreszeit sind wir häufig mit schwerverletzten, polytraumatisierten Hunden und Katzen konfrontiert. Den armen Kater Jiji hat es leider besonders schlimm erwischt, da das Becken an mehreren Stellen und unter anderem auch das Hüftgelenk gebrochen war. Durch unsere langjährige chirurgische Erfahrung konnten alle Brüche versorgt und auch das Hüftgelenk rekonstruiert werden.“

Zurück in Frauchens Armen

Thomas Kainz vom Tierschutzverein freut sich, dass alles ein gutes Ende gefunden hat. „Dank dem raschen Handeln aller Beteiligten und dem großen Know-How der behandelnden Spezialisten und Spezialistinnen konnte dem Kater das Leben gerettet werden“, so Kainz. Der kleine Ausreißer Jiji ist wieder bei seinen Besitzern und wird nun gesund gepflegt.

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