St. Pölten: Ein Jahr für die Gesundheit

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 04:45
Lesezeit: 3 Min
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Blickten auf ein ereignisreiches Jahr voraus: Matthias Stadler, Rafael Pichler, Matthias Nolz und Franz Holler.
Foto: Kalteis
Vor dem Wirtschaftsneujahrsempfang blickte Stadt St. Pölten auf die aktuelle Entwicklung und auf die Schwerpunkte 2023.
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Eine eigene Gesundheitskommission bekommt St. Pölten, um die Umsetzung der Masterplan-Ziele in diesem Bereich zu kontrollieren. Dieser wird ein Jahr nach Start des Masterplans stp*25|50 ein großer Schwerpunkt sein, blickte Bürgermeister Matthias Stadler vor dem Wirtschaftsneujahrsempfang auf die Entwicklung.

Im Herbst wird das neue Gesundheitszentrum in Harland fertiggestellt, dessen Baustelle als Kulisse diente für die Präsentation von Zahlen und Projekten. „Der Bedarf ist riesig im Zentralraum“, zeigt sich der leitende Mediziner des PVZ Harland Rafael Pichler überzeugt. Im „mittlerweile größten Primärversorgungszentrum Österreichs“ habe es erst zwischen Weihnachten mit über 900 Patienten in nur zwölf Stunden einen neuen Rekord gegeben. „2.400 Patienten können im neuen Gesundheitszentrum pro Tag von dann 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt werden“, berichtet Bauherr Franz Holler.

Zu 80 Prozent sollen dabei Kassenleistungen erbracht werden. Dazu kommt heuer auch das MaxMed in der Maximilianstraße und die psychosoziale Ambulanz der Bertha-von-Suttner-Privatuni, ergänzt Stadler. An Haus D würden zudem gerade über 60 Elektriker arbeiten, der Aufbau des PVZ Nord starte ebenso. St. Pölten sei dank unkompliziertem One-Stop-Shop attraktiv für die Ansiedelung, bestätigt Holler.

Kommunalsteuer ist weiter gestiegen

Prefa stehe im Süden vor der Eröffnung, das REWE-Zentrallager werde 500 bis 600 Arbeitsplätze bieten und auch Weltmarktführer Plasser & Theurer habe hier gekauft, zählte Stadler weitere Ansiedelungen am Wirtschaftsstandort auf. 69 Anfragen habe es bei der Wirtschaftsservicestelle ecopoint insgesamt gegeben. Um 4,4 Prozent sei die Kommunalsteuer im Vorjahr gestiegen, um fast 100 Prozent in den vergangenen 20 Jahren. „Sonst könnten wir uns vieles nicht leisten“, betonte Stadler. „Manche nennen es auch Flächenverbrauch“, zeigte sich Stadler dessen bewusst. Er entgegnete aber, dass in der Stadt noch nicht so viel aufgeforstet wurde und etwa auch Bauland für das Naherholungsgebiet bei der Eisbergspitze für Begrünung genutzt wurde. Er sieht gute Chancen, Pionierstadt für Klimaneutralität zu werden, die Entscheidung falle im Februar.

Als weiteres großes Projekt startet heuer der Umbau der Promenade zum „Green Loop“ und auch der Ankick für den Sturm-19-Park stehe bevor, blickte der Bürgermeister auf die nächsten Monate. Der Domplatz werde „möbliert“ und zum Flanier- und Kultur-Ort, um das Herz der Innenstadt zu beleben. Und die Tangente-Projekte werden den Weg bereiten für das Kulturjahr 2024.

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