Andrang in St. Pölten bei Öffnung nach Lockdown. Einkaufszentren und Baumärkte waren Hotspots in St. Pölten. Geschäftsinhaber hoffen auf dauerhafte Öffnung.

Von Beate Steiner. Erstellt am 04. Mai 2021 (17:25)
Die Geschäfte haben wieder offen. Während Baumärkte und Fachmarktzentren stark frequentiert waren, trauten einige Kunden in der Innenstadt dem Ende des Lockdowns noch nicht ganz. In der Kremser Gasse war der Andrang der Kunden eher überschaubar.
Max Steiner, Max Steiner

Am Montag endete die verordnete „Osterruhe“. Einen Monat lang waren Handel und körpernahe Dienstleister geschlossen. Der Andrang war in St. Pölten dementsprechend groß.

Für Reparaturen und vorzeitige Geschenke kamen viele Kunden zu Christa Wohlmuth ins Geschäft Hasenzagl.
Weber

Erwartungsgemäß und erfreulicherweise stark war der Andrang im Baumarkt Nadlinger, „aber wir hatten alles unter Kontrolle“, bestätigt Junior-Chef Felix Jöchl. Gekauft wurde alles, besonders viel für den Garten natürlich, „und die Farbenabteilung war auch sehr gefragt, da haben wir ein exklusives Sortiment“, so Jöchl. Der Süden schien überhaupt ein Hotspot zu sein, denn auch bei den Fachmärkten spielte es sich ab. Viel los war auch bei Media Markt. „Wir können ein sehr zufriedenstellendes Resümee ziehen. Gekauft wurden Produkte quer durch alle Warengruppen. Gleichzeitig verzeichneten wir bei unseren Service- und Reparaturleistungen eine erhöhte Nachfrage“, berichtet eine Sprecherin des Unternehmens.

Besonders bemerkbar machte sich das Ende des „harten“ Lockdowns auf den Straßen rund um den Traisenpark. Das Parkhaus war gut gefüllt. Traisenpark-Center-Managerin Anita Bräunlich spricht von einem „sehr guten Shopping-Tag. Gekauft wurde quer durch die Bank.“

Luft nach oben in Innenstadt-Geschäften

Etwas weniger los war in der St. Pöltner Innenstadt. Peter Urszovics von Casa Moda hätte sich mehr Andrang erwartet am ersten Tag der Öffnung: „Es war kein schlechter Tag, aber überlaufen wurden wir nicht. Manche Kunden werden erst in den nächsten Tagen kommen, weil sie vermuten, dass dann weniger los ist.“ Ähnliches vermutet Michael Kiefer von Foto Straub. „Wir sind nicht unzufrieden, es gibt aber Luft nach oben.“

Eine große Freude erlebte Klaus Birgfellner vom Herrenausstatter Bruckner in der Kremser Gasse. Die Stammkunden hätten sein Geschäft regelrecht gestürmt. „Es war sensationell viel los. Ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen so weitergeht.“

Dass es weitergeht, hofft auch Christa Wohlmuth vom Juwelier Hasenzagl. Manche Kunden würden dem Ende des Lockdowns noch nicht so richtig trauen. „Einige haben gleich vorsorglich für bevorstehende Geburtstage bei uns gekauft. Sie waren sich nicht sicher, wie lange die Geschäfte dieses Mal offen bleiben werden.“

Kurze Staus gab es auch in der Teststraße im VAZ. Das gut eingespielte Team bewältigte aber auch den größeren Andrang gut. Ein freiwilliger Mitarbeiter hatte eine Vermutung: „Vermutlich wollen viele wieder zum Frisör.“