Spitzenkandidaten legen Wert auf Miteinander. Bei der NÖN-Wahldiskussion der Spitzenkandidaten herrschte Einigkeit unter den Fraktionen, was die Zusammenarbeit nach der Gemeinderatswahl am 26. Jänner anbelangt: Im Vordergrund sollen nicht Koalitionen von Parteien, sondern das Wohl der Marktgemeinde und ihrer Einwohner stehen.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 18. Januar 2020 (14:20)

36 Stimmen lag die SPÖ bei der Gemeinderatswahl 2015 vor der ÖVP. Mit Johann Hell wurde erstmals in der Marktgemeinde ein Sozialdemokrat Bürgermeister.  Eng könnte es auch diesmal werden. Aber auf Zahlenspiele und etwaige Koalitionsvarianten wollten sich die Spitzenkandidaten bei der NÖN-Diskussion nicht einlassen. Der Grundtenor eine gute Woche vor der Wahl war versöhnlich. 

Bürgermeister Hell (SP, zuletzt 11 Mandate) stellte die Notwendigkeit einer Koalition auf Gemeindeebene generell in Frage: „Ich halte nichts von knappen Mehrheitsbeschlüssen“, so der SP-Spitzenkandidat der "gerne weitere fünf Jahre als Bürgermeister zur Verfügung steht". Vielmehr wolle er breite Mehrheiten im Gemeinderat anstreben. 

Ähnlich argumentierte VP-Spitzenkandidat Gemeinderat Martin Horacek (VP, 10 Mandate): Eine Koalition wie im Bund brauche man auf Gemeindeebene nicht. Viel wichtiger wäre „ein Arbeitsübereinkommen und eine gemeinsame Basis, wo man über alles reden, und für Böheimkirchen zielstrebig eine Richtung verfolgen kann.“ 

In jeder Fraktion gebe es Leute mit entsprechender Expertise, streute Gemeinderat Daniel Sindl (FP, bisher 2 Mandate) auch den Kandidaten der anderen Parteien Rosen und hob gleichzeitig die „Controlling-Qualitäten“ seiner Partei hervor. Er sprach sich für eine „breit aufgestellte Mischung für Böheimkirchen“ aus. 

Umweltgemeinderätin und Grünen-Frontfrau Margareta Dorn-Hayden (die Grünen errangen 2015 2 Mandate) betonte den Wunsch ihrer Partei, mit „10 Spitzenkandidaten auf der Liste stärker zu werden, um wieder mitgestalten zu können.“ 

Mehr über die Podiumsdiskussion erfahren Sie in ihrer nächsten NÖN-Printausgabe!