Erstellt am 05. April 2011, 17:21

SPÖ Niederösterreich trauert um Karl Gruber. Die SPÖ Niederösterreich trauert um Karl Gruber. Der langjährige Abgeordnete zum NÖ Landtag (fast drei Jahrzehnte von 1969 bis 1998), der auch mehr als 20 Jahre Vorsitzender der Bezirksorganisation St. Pölten war, starb am Dienstagnachmittag im 82. Lebensjahr.

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„Mit Karl Gruber verlieren wir einen der Hauptstadtväter. Er war ein herausragender Exponent, der sich zielstrebig für die Erhebung und Entwicklung St. Pöltens als Landeshauptstadt eingesetzt hat. Ich bedaure zu tiefst, dass er das 25 jährige Hauptstadtjubiläum am 10. Juli nicht mehr miterleben kann. Karl Gruber war ein herausragender St. Pöltner, der sich um seine Heimatstadt und den Bezirk in besonderer Weise verdient gemacht hat. Deshalb wurde er mit dem Ehrenring der Stadt St. Pölten ausgezeichnet,“ erklärt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler betroffen und drückt der Gattin, den Kindern und Enkelkindern so wie dem Bruder des Verstorbenen, Altbürgermeister Willi Gruber, seine aufrichtige Anteilnahme aus.
 
Einen besonderen Namen machte sich Karl Gruber durch sein Eintreten für die Mariazeller Bahn, die Errichtung der S 33 und der Fachhochschule St. Pölten. Für sein Engagement zur Erhebung St. Pöltens zur Landeshauptstadt von Niederösterreich verlieh ihm der Gemeinderat 1987 den Ehrenring. Darüber hinaus war Gruber auch Träger vieler anderer hoher Auszeichnungen. So erhielt er für sein Eintreten gegen Faschismus, Intoleranz und Hetze von der Stadt Wien den „Goldenen Rathausmann“ verliehen und im Jahr 1989 wurde er mit der Viktor Adler Plakette ausgezeichnet. Gruber war zudem auch Träger des Großen Ehrenzeichens und des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Der NÖ Landtag verlieh ihm das Silberne Komturkreuz für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich.
 
Karl Gruber, geboren am 10. Juni 1929, erlernte bei der Firma Voith den Beruf des Maschinenschlossers und begann auch in diesem Unternehmen seine politische Karriere als Jugendvertrauensmann. In der Folge war er in den verschiedensten politischen Funktionen tätig. Schon in seinen Jugendjahren betätigte er sich als Widerstandskämpfer gegen das NS Regime und konnte erst 1955 wieder nach St. Pölten zurückkehren. Von 1969 bis 1998 war er Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag.
 
Die Beisetzung von Karl Gruber findet am 9. April um 13.30 Uhr am Hauptfriedhof statt.