Krimineller kam durchs Kellerfenster. 20-Jähriger übte sich als Dämmerungseinbrecher. Vor Gericht setzte es acht Monate Haft.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 17. Juni 2019 (05:43)
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„Es war alles verwüstet, es war ein Durcheinander. Alle Kästen und Laden waren ausgeräumt“, erzählt eine Pensionistin aus St. Georgen vor Gericht. Am späten Nachmittag des 28. Dezember stieg ein Einbrecher in ihr Haus ein und ließ Schmuck mitgehen. Einem 20-jährigen Rumänen wird nun am Landesgericht in St. Pölten der Prozess gemacht.

Auch in Rohrendorf im Bezirk Krems schlug der Bursche zu. „Durch das Kellerfenster ist er in das Haus“, berichtet dieses Opfer. Geld, Münzen und Schmuck wechselten dort den Besitzer. Auch in Oberösterreich stieg er in ein Haus ein, ein weiterer Versuch scheiterte. Die Beute im Wert von 10.000 Euro verscherbelte er in seinem Heimatland.

„Nach meiner Entlassung werde ich zuhause arbeiten, meine kranke Mutter pflegen und nie wieder nach Österreich kommen“

Ins Visier von Ermittlern geriet der 20-Jährige heuer im Februar. Weil er mit seinem Auto in Oberösterreich auffällig langsam durch eine Siedlung fuhr, wurden Polizisten aufmerksam und kontrollierten ihn. Kurz darauf ging beim Landeskriminalamt eine DNA-Spurentreffermeldung ein und der Rumäne konnte wenige Tage darauf in seinem Heimatland dingfest gemacht werden.

Im Prozess bedauert der Angeklagte die Taten. „Nach meiner Entlassung werde ich zuhause arbeiten, meine kranke Mutter pflegen und nie wieder nach Österreich kommen“, sagt er und bereut zutiefst.

Weil der 20-Jährige unbescholten ist, kommt er mit zwei Jahren teilbedingter Strafe davon. Acht Monate davon muss er absitzen. Rechtskräftig.