Standort soll bleiben: Kössler wird zu Voith. Nach Info über endgültige Eingliederung in Mutterkonzern ist die Belegschaft verunsichert. Konzern-Sprecherin: „Außer dem Namen bleibt alles beim Alten.“

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 05. November 2019 (07:13)
Straubinger
Der Standort von Kössler läuft künftig unter dem Namen Voith Hydro, soll aber in St. Georgen erhalten bleiben.

Die Belegschaft der Firma Kössler in St. Georgen ist verunsichert. Die hundertprozentige Tochter von Voith Hydro St. Pölten soll bald ihren Namen verlieren und voll in die Konzernorganisation in St. Pölten eingebunden werden. Umgesetzt werden sollen die Pläne bereits bis zum Ende des Jahres. „Die Gerüchteküche brodelt und die Verunsicherung bei den Mitarbeitern ist groß. Sie fürchten den Verlust der Identität Kössler und der Arbeitsplätze in St. Georgen“, heißt es in einem Schreiben an die NÖN. Die Mitarbeiter seien vor Kurzem über die Pläne informiert worden. Die Zusicherung des Voith-Hydro-Geschäftsführers Leopold Heninger, dass außer der Namensänderung alles beim Alten bleibe, habe die Stimmung nicht entspannt.

„Die Gerüchteküche brodelt und die Verunsicherung bei den Mitarbeitern ist groß"

Es gehe darum, den administrativen Aufwand maßgeblich zu reduzieren und bürokratische Hürden abzubauen, erklärt Voith-Konzernsprecherin Mirjam Sander die Hintergründe. Kössler ist schon seit 2007 Teil des Voith-Konzerns und als weltweit führendes Technologiezentrum für Kleinwasserkraft eingebettet. Künftig soll der St. Georgener Betrieb neben dem europäischen auch internationale Märkte bedienen. Deshalb sei es von Vorteil, den bekannteren Marken- und Unternehmensnamen Voith Hydro zu verwenden.

Sander versichert: „Im Rahmen des gesamten Projektes bleiben die operativen Berichtsstrukturen sowie die Standorte und Zuordnungen zu den Konzernbereichen unverändert.“ Die gesellschaftsrechtliche Verschränkung habe somit keinen Einfluss auf Kössler als eigenständigen Betrieb und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. „Der Standort in St. Georgen bleibt unverändert bestehen, inklusive der Arbeitsplätze“, unterstreicht Sander.