Aufregung um Spielverbot im Herrenhof. Verbotstafeln ärgern manche Bewohner. Eigentümer argumentiert, dass die „Mini-Vandalen“ hohe Kosten verursachen

Von Beate Steiner. Erstellt am 10. September 2019 (04:54)
Beate Steiner
Im Herrenhof ist Herumtoben nicht erlaubt.

„Das kann doch kein Signal für eine tolerante, kinderfreundliche Gesellschaft sein“, wundert sich ein Hausbewohner über die „Spielen-verboten“-Taferl an und in den Gebäuden des Herrenhofs. Dort, im Durchgang zwischen Wiener Straße und Fuhrmannsgasse, haben sich Kinder oft die Zeit mit Bällen und auch mit Malfarben vertrieben.

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Mehrmals schon wurden die Stahl-Lampen umgetreten und beklebt.

Dabei ging allerdings so Einiges zu Bruch oder wurde zweckentfremdet, erklärt Verwalter Rainer Prochaska für den Eigentümer, das Kolpingwerk, warum der Herrenhof als Spielplatz ungeeignet ist: „Wir müssen immer wieder die sehr teuren Lampen erneuern und Schmierereien entfernen. Das hat dem Eigentümer der Liegenschaft schon viel Geld gekostet.“

Weil nicht klar ist, wer die Schäden verursacht hat, wer die Sockel beschmiert oder die Leuchten umgetreten hat, seien die Verbotstafeln aufgehängt worden. „Wir sind aber bestimmt nicht kinderfeindlich“, betont Rainer Prochaska.

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