Auto gegen Zug: Wettfahrt nach Wien. Wer ist schneller? Öffi-Nutzer und Autofahrer starten am Freitag vom Rathausplatz zum Wiener Stephansplatz.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 16. September 2014 (08:03)
NOEN, Erwin Wodicka
„Mit der Bahn bist eh schnell am Westbahnhof. Aber mit dem Auto bin ich trotzdem schneller dort, wo ich sein will.“ Solche Sprüche kennt jeder – noch genießt das Auto den Ruf, individuellen Anforderungen besser gerecht werden zu können als der Zug.

Die Probe aufs Exempel gibt‘s am nächsten Freitag: Da starten um 7 Uhr am Rathausplatz in St. Pölten gleichzeitig die Zugfahrer und Autofahrer in Richtung Wien. Da klar ist, dass zumindest von Bahnhof zu Bahnhof die 23 Minuten von St. Pölten nach Wien konkurrenzlos schnell sind, ist das Ziel der Reisenden der Stephansplatz. Für die Zugfahrer heißt das zumindest einmal umsteigen – auf  Öffi oder Fahrrad.

„Wir gehen davon aus, dass der öffentliche Verkehr den Vergleich klar gewinnen wird – auf allen Linien.“ Michael Fröhlich, ÖBB

„Die Aktion bietet die Gelegenheit, auch Autofahrern die Vorzüge des öffentlichen Verkehrs näherzubringen“, erklären die VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn und Wolfgang Schroll den Grund für das ungewöhnliche Wettrennen. Beide gehen auch selbst an den Start: Schroll fährt mit dem Zug und danach mit dem Rad zum Stephansplatz weiter, Bohrn mit dem Zug und danach mit der U-Bahn. Bohrn begleiten werden auch ÖBB-Regionalmanager Michael Fröhlich und Bürgermeister Matthias Stadler.

„Wir gehen davon aus, dass der öffentliche Verkehr den Vergleich mit dem Auto klar gewinnen wird – und zwar auf allen Linien“, ist Fröhlich zuversichtlich. Denn abgesehen davon, dass die Kombination von Zug und U-Bahn schneller zum Ziel führen werde, sprechen auch alle anderen Faktoren – wie Kosten, Umwelt und Nerven – für das Öffi-Angebot. Auch Stadler ist zuversichtlich: „Bewusstseinsbildende Maßnahmen wie diese Vergleichsfahrt zeigen, dass öffentlicher Verkehr nicht nur umweltschonend, sicher und bequem ist, sondern auch schneller und effizienter.“

Den scheinbar aussichtslosen Kampf aufnehmen wird NÖN-Motorexperte Thomas Vogel leitner hinter dem Steuer eines Autos: „„Ich weiß, dass meine Chancen nicht die besten sind, aber ich nehme die Herausforderung an. Hoffentlich ist die Wiener Westeinfahrt nicht zu …“