Bestattungsunternehmen: „Wir sind wie Hochzeitsplaner“. Das Unternehmen „Lichtblick“ öffnet in der Mariazeller Straße. Beim Sterben ist mittlerweile fast alles erlaubt.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 10. Oktober 2019 (11:02)
Lichtblick

Erd- oder Urnengrab? Diese Frage galt es bis vor Kurzem noch für die Hinterbliebenen im Todesfall eines lieben Verwandten zu beantworten. Die Bestattungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren aber erweitert. In der Mariazeller Straße eröffnet nun ein privates Bestattungsunternehmen.

„Die Leute wissen nicht, welche Möglichkeiten es heutzutage gibt. Bei uns ist eigentlich alles möglich, so lange es in einem ethischen und würdigen Bereich bleibt. Wir sind wie ein Hochzeitsplaner“, stellt „Lichtblick“-Geschäftsführer Jörg Bauer sein Unternehmen vor. Ob Bestattung in der Donau, Asche- verstreuen am Großglockner oder Pressen eines Diamanten – kein Wunsch sei unrealisierbar. „Wir gehen auf alle Bedürfnisse der Hinterbliebenen ein, sagen aber auch ,Stopp!’, sollte es einmal die finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Familie übersteigen“, schildert Bauer.

"Diese Form der Beisetzung ist nicht für alle geeignet"

Der Geschäftszweig zeigt sich derzeit sehr vielfältig. So versucht „Lichtblick“ derzeit gar eine Methode zu entwickeln, die in den USA schon gang und gäbe ist – das Kompostieren von Verstorbenen. Dafür hat Bauer bereits mit Unternehmen Kontakt aufgenommen und lotet nun aus, ob das auch für Österreich möglich wäre. „Diese Form der Beisetzung ist freilich nicht für alle geeignet. Allerdings bin ich sicher, dass sie als zusätzliche Bestattungsform viel Zuspruch finden würde“, ist Bauer überzeugt.

Am 15. Oktober eröffnet das Bestattungsunternehmen „Lichtblick“ eine Geschäftsstelle in der Mariazeller Straße 39. „In den meisten Fällen kommen wir aber zu den Hinterbliebenen nach Hause und versuchen, gemeinsam eine Bestattungsform auszuwählen“, erklärt Bauer.