Bürgermeister Stadler übt Kritik an Corona-Ampel. St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) hat am Donnerstag kritisiert, dass bei der Schaltung der Corona-Ampel vorerst keine regionale Unterscheidung mehr stattfindet. Dadurch werde "das reale Infektionsgeschehen" nicht mehr abgebildet, monierte der Stadtchef in einer Aussendung.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 28. Januar 2021 (15:49)
St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ)
Steiner

Aktuell weise St. Pölten die drittwenigsten Corona-Neuinfektionen aller österreichischen Gemeinden auf, betonte Stadler. Die Sieben-Tage-Inzidenz der niederösterreichischen Landeshauptstadt lag am Donnerstagnachmittag laut dem Dashboard der AGES bei 41,4.

Die Forderung des Bürgermeisters: "Es müssen für Städte wie St. Pölten, deren Inzidenzzahl im unteren Bereich liegt, andere Zugänge gefunden werden als für Skipisten und Wintersportgemeinden." Denn: "Die Corona-Maßnahmen gehen an der Realität vorbei."

An die Bundesregierung appellierte Stadler, bei künftigen Maßnahmenentscheidungen soziologische, psychologische und gesellschaftliche Aspekte miteinzubeziehen. Eingetreten wurde weiters für eine baldige Aufnahme des Regelbetriebes im Pflichtschul- und Kindergartenbereich.