Daniel Freistetter: Seine Welt ist die Orgel. In Kooperation mit der Musik- und Kunstschule in St. Pölten präsentiert die NÖN Ausnahmetalente. Diesmal: Organist Daniel Freistetter.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 08. August 2020 (03:48)
Lässt den Orgelwind durch diePfeifen fegen: Daniel Freistetter.
privat

Im Stift Göttweig ist er der Organist, jeden Sonn- und Feiertag. Damit ist Daniel Freistetter seinen Kindheitsträumen schon nah. Klavier stand bei dem Waldviertler mit fünf Jahren auf dem Programm. Wie „am Land so üblich, bin ich mit meinen Eltern regelmäßig in die Kirche gegangen, beim Blick auf die Orgel war mir klar, das will ich – schließlich hat sie viel mehr Tasten als ein Klavier“, lacht der 18-Jährige.

Überwältigt vom majestätischen Klang des Instruments, begann er mit sieben zu spielen. „Daniel besitzt ein großes musikalisches Talent und für seine jungen Jahre eine erstaunliche künstlerische Reife, er zeichnet sich auch durch großen Fleiß, Zielstrebigkeit und Organisationstalent aus“, stellt Johannes Zimmerl fest. Er hat Daniel die letzten vier Jahre am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten in der Orgelklasse unterrichtet. Aus seinen Orgelklassen gingen regelmäßig Preisträger des Landes- und Bundeswettbewerbes Prima la Musica hervor. Seit März hat Daniel den heurigen Landessieger-Titel schon in der Tasche. Genauso wie die Matura im BORG, jetzt ist Zivildienst angesagt.

Danach soll es an die Universität für Musik und darstellende Kunst gehen, samt Gesangsstudium. Denn „er ist ein versierter Sänger und an der Orgel neben dem Literaturspiel ein guter Improvisator und Begleiter, leitet auch diverse Chöre und Ensembles“, freut sich Zimmerl, der seit 25 Jahren als Erster Stiftsorganist in Herzogenburg tätig ist, an der barocken Hencke-Orgel aus dem Jahre 1752.