Deponie-Gestank „nicht relevant“

Betreiber leitete Ergebnisse von Untersuchung in St. Pölten der Behörde weiter, Betroffene lassen laut Anwalt selbst prüfen.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 03:56
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Rechtsanwalt Dieter Altenburger: „Eigener Sachverständiger prüft nun.“
Foto: privat

Keine relevanten Geruchsemissionen der Deponie hätten zwei Begehungen in jüngerer Zeit zutage gebracht. Dieses Ergebnis habe der Betreiber nun von der Behörde weitergeleitet, berichtet der von den Betroffenen eingeschaltete Anwalt Dieter Altenburger. Die Firma Zöchling habe auch Maßnahmen gesetzt, die den Geruch beseitigen würden, und Beschwerden gebe es nur von einer kleinen, immer gleichen Personengruppe, heißt es etwa weiter.

Die Behörde habe aber keine Informationen, wie etwa Gutachten, zukommen lassen, kritisiert Altenburger. Trotz des Berichts über Maßnahmen sei es zu keiner wahrnehmbaren Verbesserung gekommen. Vom Gestank belästigt fühlten sich zahlreiche Personen, nicht bloß eine kleine Personengruppe, betont der Rechtsanwalt. „Punktuelle, vorangekündigte Untersuchungen bilden erfahrungsgemäß nicht die tatsächliche Situation ab. Notwendig wären langfristige Messungen.“

Weder die Betreibergesellschaft noch die Behörde hätten Schritte gesetzt, um den Leidtragenden entgegenzukommen, meint Altenburger. Anbieten würden sich für ihn etwa ein Mediationsverfahren oder ein „Runder Tisch“.

Berichte der Betroffenen, wie Geruchstagebücher, würden nun gesammelt und die Situation vom eigenen Sachverständigen überprüft. „Wenn es bis dahin zu keinem Einlenken kommt, wird der Rechtsweg beschritten werden“, kündigt Altenburger an. Werden unzumutbare Belästigungen festgestellt, sieht er die Chance für einen Sieg beim zuständigen Verwaltungsgericht „sehr gut“.