Die Narren planen das Finale der Saison. Wagramer Umzug, Treiben im Rathaus und Faschingspfad beenden im Februar die Faschingszeit.

Von Mario Kern. Erstellt am 16. Januar 2018 (05:21)
Bei einem der ersten Maskenbälle heuer feierten in Spratzern Michael Zeiler, Walter Hobiger, Hans-Joachim Haiderer, Mirsada Zupani, Prinzessin Amelie Reiter, Ali Firat, „Gekko“ Alexander Wagner sowie Jürgen Kremsner mit Tochter Nadine (von links).
NOEN, Gamsjäger

Auf doppeltes Faschingsvergnügen können sich die Freunde der „närrischen Zeit“ in diesem Jahr wieder freuen: Am Faschingssamstag lockt der alle zwei Jahre stattfindende Faschingsumzug nach Wagram, am Faschingsdienstag verwandelt sich dann die Innenstadt in einen bunten „Narren-Haufen“.

Wagramer Umzug als Publikumsmagnet

Mit tausenden Besuchern ist der Wagramer Umzug seit 1984 ein wahrer Publikumsmagnet.  In den ersten 25 Jahren organisierte die Wagramer Faschingsgilde das bunte Treiben, seit 2006 zeichnet der Wagramer Verein für Events (WAVE) für den fröhlichen Zug durch den „1. St. Pöltner Bezirk“ verantwortlich. Vor zwei Jahren zogen 35 Gruppen durch Wagram, bestaunt und bejubelt von mehr als 10.000 Besuchern.

„Da war es sehr frühlingshaft, diesmal sind wir mit dem Termin früher dran. Wie viele kommen werden, hängt stark vom Wetter ab“, betont WAVE-Obfrau Renate Gamsjäger. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wieder viele Gäste erscheinen werden.“

Für die Masken-Parade am Samstag, 10. Februar, stecken die WAVE-Mitglieder mitten in den Vorbereitungen. Erste Gruppen haben sich bereits angemeldet. „Es tröpfelt herein, wir sind über jeden Teilnehmer sehr glücklich“, so Gamsjäger.

Nach dem zweistündigen Umzug können Indianer, Ritter, Gespenster und Schlümpfe beim Straßenfest in der Unterwagramer Straße weiterfeiern. „Außerdem gibt es bis 22 Uhr Musik und Getränke im beheizten Festzelt am Vorplatz der Hauptschule“, lockt Renate Gamsjäger zum ausgedehnten Faschingsvergnügen.

Rathaus ist Hochburg des Narrentreibens

Mit dem großen Finale in der Innenstadt klingt die Narrenzeit dann am Dienstag, 13. Februar, aus: Bereits um 15 Uhr serviert vor dem Rathaus ein DJ eingängige Kost vom Plattenteller, dazu reicht das Mandas-Team köstliche Cocktails. Um 17 Uhr startet dann die Maskerade in der Narrenhochburg im Rathaus. Unter dem Motto „Kulturhauptstadt“ wird dort bis 21 Uhr überschwänglich gefeiert.

Hier wird erstmals ebenfalls ein DJ die Masken zum Tanzen bringen, dazu werden Sketches und weitere Showeinlagen vom Stapel gelassen. Um 19.30 Uhr waltet dann Bürgermeister Matthias Stadler seines Amtes als oberster Zeremonienmeister im Narren-Rathaus und prämiert die besten Verkleidungen des Abends.

Voraussichtlich zwischen 15 und 20 Lokale nehmen am Faschingspfad in der insBesondere-Innenstadt teil und warten mit kulinarischen oder programmatischen Besonderheiten auf. Den Faschingspfad gibt es zum vierten Mal. Die Idee hatte 2015 Tennessee-Gastronom Valentin Kopatz: „Der Pfad hat sich gut entwickelt. Angefangen haben wir mit fünf Gastronomen, jetzt sind immer mindestens doppelt so viele dabei. Das Interesse an gemeinsamen Aktivitäten in der Stadt wie eben dem Pfad und dem wiederbelebten Silvester ist groß.“