Die Server für das Volksbegehren rauchten. Unterstützung für „don‘t smoke“ und Frauenanliegen gibt es auch in der Stadt. Die Technik war dem nicht ganz gewachsen.

Von Maria Prchal. Erstellt am 21. Februar 2018 (19:44)
APA (AFP)
Symbolbild

Mit 100.000 Unterschriften nach nicht einmal vier Tagen erreichte „don’t smoke“ locker genug Unterstützungserklärungen für ein Volksbegehren. Das Frauenvolksbegehren 2.0 knackte ebenfalls die 8.400-Unterschriften-Marke nach wenigen Tagen. Auch in St. Pölten unterstützen Organisationen und Private die Initiativen.

„Es hat sich in den letzten 20 Jahren nicht genug verändert, deswegen muss man wieder ein Zeichen setzen“

Für das Frauenvolksbegehren setzen sich etwa die SP-Frauen ein. „Es hat sich in den letzten 20 Jahren nicht genug verändert, deswegen muss man wieder ein Zeichen setzen“, so Vorsitzende Renate Gamsjäger. 1997 unterschrieben 3.734 St. Pöltner und St. Pöltnerinnen das damalige Frauenvolksbegehren. Die wichtigsten Punkte für Gamsjäger beim aktuellen Begehren sind die Gehaltsgleichheit und die Kinderbetreuung. St. Pölten sei beim Thema Lohn schon gut aufgestellt: „Frauen können sich im urbanen Umfeld immer noch freier entwickeln. Der ländliche Sektor muss noch weiter gefördert werden“, so die Stadträtin.

Florian Fiedler, Ärztevertreter in der Stadt St. Pölten unterstützt „sowohl als Arzt als auch als Privatperson und Familienvater das Begehren voll und ganz“. Am wichtigsten ist für ihn der erhöhte Nichtraucherschutz und das Verhindern von neuen Raucherkarrieren. „Nikotin ist ein erlaubtes Suchtmittel. Das bedeutet, dass dadurch für den einzelnen auch Unfreiheit entsteht, sobald er oder sie durch die Sucht sich nicht mehr frei entscheiden kann den Konsum zu beenden“, so Fiedler. Diesen Effekt würde er tagtäglich in seiner Praxis erleben. Das Bewusstsein über die Schäden des Tabakkonsums sei aber gestiegen.

Handysignatur und Co. erleichtern Unterschrift

Um mehr Leute zur Stimmabgabe zu mobilisieren, sieht Fiedler Handysignatur und Bürgerkarte als geeignete Werkzeuge. Obwohl die beiden Initiativen mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, schmälerte das nicht ihren Erfolg. „Das System war überlastet. Die Server für ,don‘t smoke‘ waren immer wieder down“, bestätigt Corina Muzatko vom Magistrat, dass auch die Landeshauptstadt nicht verschont blieb.

Eine Unterstützungserklärung für das Frauenvolksbegehren ist noch bis 13. März am Magistrat möglich. Die Frist für „don’t smoke“ ist noch nicht fix.