Dunkle Weg-Stellen sollen beleuchtet werden. Gemeinsame Aktion von Arbeiterkammer und Polizei soll Sicherheitsgefühl heben. Maßnahmen folgen.

Von Mario Kern und Thomas Werth. Erstellt am 28. Februar 2018 (18:30)
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Begutachteten mit Teilnehmern

Das Sicherheitsgefühl der Landeshauptstädter und Pendler zu steigern, haben sich Arbeiterkammer und Polizei vorgenommen: Bei der gemeinsamen Aktion „Sicher zur Arbeit“ nahmen Vertreter der AKNÖ, der Landespolizeidirektion, des Stadtpolizeikommandos und des Magistrats mit Pendlern den Weg vom Arbeitnehmerzentrum bis zum Bahnhof unter die Lupe. Die Begehung war der Auftakt für die landesweite Aktion.

Bahnhof soll sicherer werden

Bedenken haben Teilnehmer innen im nicht optimal ausgeleuchteten Parkdeck der Arbeiterkammer geäußert, aber auch auf dem Weg entlang der Bahntrasse zum Hauptbahnhof. „Beim geschotterten Parkplatz nördlich des Bahnhofs fühlen sich manche Personen unsicher“, erzählt Maria Krumholz, Referentin der AK-Abteilung Frauenpolitik. „Gerade um 5 Uhr früh sind Pendler alleine auf ihrem Weg in die Arbeit.“

Auch am südlichen Ende des Mühlwegs fühlen sich einige Frauen unsicher. Der Bahnhof selbst sei für die Teilnehmer kein Problem, so Krumholz. „Er ist gut ausgeleuchtet, hier fühlt sich eigentlich niemand unsicher.“

Gute Zusammenarbeit 

Alfred Effenberger, der Sicherheitskoordinator des Stadtpolizeikommandos, zeigt sich begeistert, dass alle Institutionen und Firmen sofortige Maßnahmen in Aussicht stellten: Der Magistrat wird sich unter anderem um die defekten Lampen am Weg zwischen AK-Landeszentrale und Bahnhof kümmern, die Betreiber des Parkdecks beim Arbeitnehmerzentrum werden ebenso nachrüsten. „Das ist eine sinnvolle Aktion“, so Effenberger.

Zustandegekommen ist die gemeinsame Aktion dank einer früheren Zusammenarbeit der Arbeiterkammer mit der Polizei. „Konkreter Anlass waren aber einzelne Anfragen von unseren Mitgliedern, die uns ihr Gefühl mitteilten, dass sie sich am Arbeitsweg nicht sicher fühlen“, berichtet Maria Krumholz. Auch nach der Begehung können sich Personen bei der Arbeiterkammer melden – die Abteilung für Frauenpolitik hat dafür die Adresse frauenpolitik@aknoe.at eingerichtet, die zumindest in den nächsten zwei Jahren gelten wird. „Bei Bedarf werden wir weitere Anliegen aufgreifen und uns wieder mit der Polizei abstimmen“, kündigt die Frauenpolitik-Referentin an.

„Maßnahmen heben Sicherheitsgefühl“

Die Stadt begrüßt die Aktion der Arbeiterkammer und der Polizei. Unsicherheit entstehe durch Angst, die durch die außerordentlich gute St. Pöltner Kriminalstatistik nicht weggeredet werden könne. „Durch gezielte, mit der Bevölkerung und der Polizei akkordierte Maßnahmen kann das subjektive Sicherheitsgefühl in vielen Lagen deutlich angehoben werden“, betont Rathaussprecher Heinz Steinbrecher.

Ein Beispiel dafür ist der 2013 von der Stadt durchgeführte Sicherheitsaudit: Damals wurden in der Folge im Wohngebiet zwischen Leobersdorfer Bahnstraße, Pernerstorferstraße, Mariazeller Straße und Grillparzerstraße Lichtkörper angebracht, Hecken zurückgeschnitten und die Unterführung der Mariazeller Straße renoviert. Einen weiteren Sicherheitsaudit plant die Stadt zurzeit nicht.