Eigenes Heim kostet Drittel mehr als 2013. Bei Eigentumswohnungen bleibt St. Pölten die zweitgünstigste Landeshauptstadt – trotz stark steigender Preise.

Von Beate Steiner. Erstellt am 14. April 2019 (04:06)
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Symbolbild

Um 33 Prozent stieg der Preis für eine durchschnittliche Eigentumswohnung in St. Pölten in den vergangenen fünf Jahren. Und trotzdem bleibt Niederösterreichs Zentrum die zweitgünstigste Landeshauptstadt. Billiger wohnt es sich nur in Eisenstadt. 118.655 Euro zahlte man 2018 im Mittel für eine St. Pöltner Wohnung, um 8,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Für Eisenstädter kostete die Bleibe 114.655 Euro.

Am kostspieligsten sind Wohnungen in Bregenz: 277.777 Euro müssen die Vorarlberger zahlen. Salzburg und Innsbruck folgen auf den Plätzen mit 250.610 Euro beziehungsweise 247.828 Euro. Die Hauptstadt des Ländle hat in den vergangenen fünf Jahren am meisten zugelegt, nämlich um 49,4 Prozent. Linzer Eigentumswohnungen sind seit 2013 um 44,9 Prozent teurer geworden und kosten mittlerweile im Schnitt 213.974 Euro.

In Niederösterreich ist abseits der Hauptstadt nach wie vor der Speckgürtel rund um Wien am teuersten: Unangefochten an der Spitze liegt Mödling mit einem Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen von 205.630 Euro, Korneuburg folgt mit 193.457 Euro. Tulln ist Nummer drei mit 188.465 Euro.

313 Wohnungen im Jahr 2018 verkauft

Die Immobilien-Experten von Re/Max haben diese Zahlen anhand von neuen Grundbucheintragungen errechnet. Über 50.000 waren es 2018 in ganz Österreich, mit einer Kaufsumme von 10,9 Milliarden Euro.

In St. Pölten wurden 313 Kaufakte registriert, um 63,9 Prozent mehr als 2017. „Wenn ein oder gar mehrere der in Bau befindlichen Großprojekte fertig verkauft sind und auf einen Schlag verbüchert werden, wird die St. Pöltner Statistik erzittern“, prophezeit Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Immerhin sind in der niederösterreichischen Landeshauptstadt rund 1.500 Wohnungen im Fertigwerden — allerdings nur ein Teil davon Eigentumswohnungen.