Einigkeit bei Lup und Advent-Parken. Alle Fraktionen befürworten billige Lup-Tickets im Dezember. Sie stimmten auch für die Aufhebung der Kurzparkzone.

Von Mario Kern. Erstellt am 29. November 2017 (05:55)
NOEN, NÖN
Bereits am Donnerstag wurden Tafeln mit Hinweis auf die außer Kraft gesetzte Kurzparkzone an Adventsamstagen angebracht.

Über den Nutzen der VOR-Aktion an den Wochenenden und Feiertagen im Dezember sind sich die Voter auf NÖN.at nicht ganz einig: Dass Buskunden für den Preis eines Einzelfahrtickets ganztägig den Lup nutzen können, halten 42,8 Prozent für einen guten Anreiz. Für 7,5 Prozent ist das praktisch für einen Besuch des Christkindlmarktes auf dem Rathausplatz. Knapp 39 Prozent sind hingegen gar nicht überzeugt und immerhin 10,7 Prozent der Voter bleiben definitiv beim Auto.

Dezember-Aktion als echter Anreiz

Einig sind sich allerdings die Mandatare des Gemeinderats: Neben der SP und VP begrüßen auch die Freiheitlichen und Grünen die Dezember-Aktion: Sie bringe einen echten Anreiz, das Auto stehen zu lassen, ist FP-Stadtparteiobmann Klaus Otzelberger überzeugt: „So können wir den Verkehr und die Feinstaubbelastung drastisch reduzieren und zum ökologischen Vorzeigeschüler in Europa werden.“ Grün-Mandatar Markus Hippmann merkt an, dass die Aktion ein Schritt in die richtige Richtung sei. Er fordert aber gleichzeitig, größer zu denken: „Es wird höchste Zeit für ein 365-Euro-Jahresticket für ganz Niederösterreich.“

Einigkeit herrschte im Gemeinderat auch bei der alljährlichen Außerkraftsetzung der Kurzparkzonenabgabe an den Adventsamstagen. Die hätte bereits in der Oktober-Sitzung beschlossen werden sollen, in der die VP ihre Idee für einen zusätzlichen Gratis-Lup an den Adventwochenenden präsentierte und so für einen Abbruch sorgte. Die Tagesordnungspunkte wurden nun nachgeholt – dem Gratis-Parken in der Innenstadt stimmten rechtzeitig vor dem ersten Advent-Samstag alle zu.

Dass dieser für alle Fraktionen sinnvolle Beschluss alljährlich eine unstrittige Sache ist, zeigen auch die Zusatztafeln, die bereits in der Vorwoche unter den Kurzparkzone-Schildern angebracht wurden: Sie erinnern bereits jetzt daran, dass nichts zu zahlen ist, dass aber trotzdem die Parkuhr gestellt werden muss.