Erstellt am 22. Februar 2015, 12:13

Sozialberater werden zu Energieberatern. Die Arbeiterkammer NÖ und die EVN wollen mit einem gemeinsamen sozialen Projekt einkommensschwachen Haushalten beim Geld sparen helfen.

Freude über neues Projekt: St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler, EVN-Vorstandssprecher Peter Layr, AKNÖ-Präsident Markus Wieser sowie Caritas St. Pölten-Direktor Mag. Friedrich Schuhböck.  |  NOEN, EVN/Gabriele Moser
30 Personen von 14 Sozialorganisationen haben an einer Schulung vom Sozial- zum Energieberater teilgenommen, teilte die EVN am Sonntag mit. Der erste Schulungslehrgang wurde in St. Pölten abgehalten, der nächste findet im März in Wiener Neustadt statt.

"Durch Wissen wird Betroffenen rasch geholfen"

"Wir bringen Sozialarbeitern den Umgang mit energieeffizienten Maßnahmen bei, die sie bei den Betroffenen anwenden", so AK-NÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser sowie EVN-Vorstandssprecher Peter Layr in einer Aussendung. Das spare den Haushalten viel Geld.

Die ersten 30 Sozialarbeiter haben die Schulungsveranstaltung bereits in St. Pölten absolviert. Die Teilnehmer arbeiten bei Sozialorganisationen wie etwa der Caritas, dem Roten Kreuz, dem Hilfswerk oder dem Jugendzentrum Steppenwolf.

"Sie wissen genau, welche Schwierigkeiten in den einkommensschwachen Haushalten bestehen. Durch das Wissen wird den Betroffenen rasch geholfen", berichtete Layr.

"Einsparpotenzial pro Haushalt bei rund 30 Prozent"

Die Sozialarbeiter würden Einsparpotenzial erkennen, über energieeffiziente Maßnahmen informieren und in Kooperation mit der EVN aktive Unterstützung anbieten, hieß es. Die Betroffenen werden dadurch laut Wieser finanziell entlastet.

Die Sozialarbeiter informieren außerdem auch darüber, welche Unterstützungsmöglichkeiten es rund um das Thema Energie gibt - etwa Heizkostenzuschuss und Energieberatung.

Das nötige "Werkzeug" wird den Mitarbeitern der Sozialorganisationen von der EVN gestellt. "Das Einsparpotenzial pro Haushalt liegt bei rund 30 Prozent", betonten Wieser und Layr.