Faustschläge im Parkhaus. Jugendliche prügelten einen jungen Mann im Parkhaus am St. Pöltner Hauptbahnhof krankenhausreif, nun stand die Bande vor dem Gericht.

Von Marlene Greifeneder. Erstellt am 08. September 2020 (18:08)
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Ende Oktober kam es zu einer Schlägerei im Parkhaus am St. Pöltner Hauptbahnhof, weil ein junger Mann eine Jugendgruppe bedroht haben soll. Die Rache folgte auf dem Fuß und Mädchen der Gruppe lockten den Mann in die Garage.

Dort warteten bereits sechs weitere männliche Jugendliche. Es dauerte nicht lange und zwei Mitglieder der Freundesgruppe ließen im Rausche der hitzigen Diskussion ihre Fäuste fliegen. Außerdem sprühte das Duo dem Opfer Deodorant in die Augen und drohten es sogar mit einem Feuerzeug anzuzünden.

Dem Opfer wurden alle persönlichen Wertsachen, die er bei sich trug, entwendet und teilweise beschädigt.

Bei dem Prozess vor dem Schöffengericht zeigten sich alle Beteiligten geständig. Die zwei mutmaßlichen Haupttäter bedauern mittlerweile ihr Verhalten und zeigten das dem Richter mit einer persönlichen Entschuldigung und einem freiwilligen Schadensersatz von einigen hundert Euro .

Dennoch wurden sie aufgrund von Körperverletzung, Raub und Sachbeschädigung zu jeweils 20 und 16 Monaten auf Bewährung verurteilt. Die anderen vier Mitbeteiligten kamen mit milderen Bewährungsstrafen und mit der Ableistung von gemeinnützigen Stunden davon. (Urteile noch nicht rechtskräftig)