Fest der Begegnung: Dialog unter neuem Stern. Fest der Begegnung in St. Pölten: Nach Pause geht es mit Starmaniac in den Park. Urgestein tritt leiser.

Von Maria Prchal. Erstellt am 18. Juni 2021 (03:33)
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Sepp Gruber (3. v. l.) wird beim Fest der Begegnung mit seinen Mitstreitern einmal mehr unterschiedlichste Menschen zusammenbringen.
privat, privat

Jetzt aber doch: Nach mehrmaligem Verschieben findet das Fest der Begegnung am Freitag, 18. Juni, sowie Samstag, 19. Juni, endlich statt. In vielerlei Hinsicht wird es ein ganz besonderes. „Es war sehr schwierig zu organisieren. Im März haben wir überlegt, noch einmal zu verschieben oder kleiner machen?“ Die Wahl ist auf eine kleinere Dimension gefallen. Mit einer Premiere im parkassenpark und einem Organisator, der sich danach etwas zurücknehmen will.

Das Programm ist etwas abgespeckt, bietet aber einige Perlen. Am Freitag wird der Film „Für Sama“ über Krieg und Flucht in Syrien im Cinema Paradiso agezeigt. Anschließend diskutieren Fachleute zum Thema. Die Anmeldung für dieses Event erfolgt im Kino. Start ist um 19 Uhr.

Am Samstag verabschiedet sich das Fest der Begegnung von seiner traditionellen Location am Rathausplatz und wechselt in den Sparkassenpark. „Da können schon 300, 400 Leute hinein und es lässt sich der Zugang gut kontrollieren“, erklärt Gruber. Denn wegen Covid braucht es eine Anmeldung ( anmeldung.dsp.at ) und es gibt zugewiesene Sitzplätze. „Das widerspricht zwar ein bisschen einem Fest der ,Begegnung‘, aber wir tun trotzdem unser Bestes, um Austausch stattfinden zu lassen“, verspricht der Organisator. Das kulinarische Angebot ist eingeschränkt, trotzdem kochen sechs Vereine auf. Insgesamt beteiligen sich am 28. Fest der Begegnung rund zehn Vereine, normalerweise sind es rund 25.

Von serbischem Tanz bis zum Starmaniac

Auf der Bühne im Park geht es um 16.30 Uhr los mit dem Programm. Nach der Bläsergruppe der Musikschule Wilhelmsburg und der Eröffnung mit Gästen von Religionsgemeinschaften und Politik gibt es bengalischen sowie serbischen Tanz, ein westafrikanisches Trommelprogramm und mehr. Bevor das „Roman Grinberg Klezmer Swing Quartett“ mit jiddischen Liedern begeistert hat auch Starmania-Finalist Mert Cosmus seinen großen Auftritt. „Wir sind guter Dinge und sehr zufrieden mit dem Programm.“

Bald mehr Ruhe für umtriebigen Initiator

Seit Anfang an ist Sepp Gruber dabei, doch nach dem 28. Fest möchte er sich ein bisschen zurücknehmen. „Die Stadt möchte stärker mitorganisieren“, gibt Gruber die Hauptrolle bei der Veranstaltung gerne ab. Möglicherweise bleibt das Fest sogar im Sparkassenpark. Für seinen jahrelangen Einsatz für zwischenmenschliche Solidarität ist der Betriebsseelsorger jetzt sogar mit dem Preis der Papst-Leo-Stiftung ausgezeichnet. Verliehen hat ihn die Diözese für besondere Verdienste um die katholische Soziallehre.

Um die Arbeitswelt kennenzulernen, ging der studierte Theologe zuerst einmal als Hilfsarbeiter in eine Fabrik. Sepp Gruber und sein Team organisierten zahlreiche sozialpolitische Veranstaltungen, Bibelgesprächsrunden, Exkursionen, Heurige und eben die Feste der Begegnung.