Generalplaner für Kinderkunstlabor steht fest. Projekt im St. Pöltner Altoona-Park steht vor der Präsentation. Weiter Proteste gegen den Standort.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 02. März 2021 (18:00)

Endlich ist es so weit. Die Stadt St. Pölten und das Land NÖ präsentieren den Generalplaner für das Kinderkunstlabor (Kikula). In den letzten Wochen wurden Verhandlungen mit dem Sieger des Architekturwettbewerbes geführt, die nun zu einem Ende gekommen sind. Am Mittwoch wird das Siegerprojekt präsentiert.

Eisern geschwiegen wird vor der Präsentation von allen Seiten. Nichts durfte nach außen an die Öffentlichkeit dringen. Das Preisgericht wählte aus insgesamt 43 eingereichten Projekten aus. Der Vorsitzende Architekt Bernhard Marte verrät die Maßstäbe, die an die eingereichten Projekte angelegt wurden. „Selbstverständlich kann ich noch nichts Konkretes über das Siegerprojekt verraten. Dabei handelt sich aber um einen architektonisch bestechenden Entwurf, der die Kriterien am besten erfüllen konnte.“

Kriterien waren ein kleinstmöglicher ökologischer Fußabdruck, eine ökologische Bauweise und ein Übergang zwischen Gebäude und aufgewertetem Park. „Auf Basis der vielfältigen Funktionen und durch die Mitwirkung der Kinderbeiräte wird so ein viel beachtetes emotional pulsierendes Haus für Kinder geschaffen“, verrät Marte.

Auch die Kinder des Kinderbeirates freuen sich schon auf das Kikula und die neuen Möglichkeiten im Altoona-Park. Zuletzt wurden die Ideen der Kinder des Landhauskindergartens und des Kindergartens in Ratzersdorf aufgenommen und in das Baukonzept eingearbeitet. Auch weiterhin werden die Kinder ihre Wünsche äußern, die der Generalplaner versucht bestmöglich umzusetzen.

Bürgerplattform, Grüne und NEOS protestieren

Nicht locker lässt die Bürgerplattform Pro St. Pölten, rund um Obmann Friedl Nesslinger. Die Gruppe protestierte abermals gegen den Standort des Kikula am Altoona Park. Gemeinsam mit der ehemaligen ÖVP-Gemeinderätin Ulli Nesslinger protestierten dieses Mal auch Vertreter der Grünen und der NEOS. Insgesamt seien bereits 2.000 Unterschriften gesammelt worden. „Es geht uns darum, auf welche Weise der Standort Altoona-Park gefunden wurde“, erklärt Grünen-Gemeinderat Walter Heimerl-Lesnik. Auch für NEOS-Mandatar Niko Formanek sei das nicht ergründbar. Bei einem Kriterienkatalog sei ein zusätzlicher Punkt „Abwägung“ eingeführt worden, der schlussendlich den Ausschlag für den Alttona-Park gab. „Die Bürger sind hier verschaukelt worden“, so Formanek.

In der Gemeinderatssitzung Ende März wird der Generalplaner dann beauftragt.